Jana Müller-Schmidt schnappte sich im finalen Versuch den WM-Titel

(Málaga/Krefeld, 06. September 2018) Unterlegen ist und bleibt unterlegen. Da hilft keine Pudern und kein Schminken. Womit wir beim gemeinhin schöneren Geschlecht wären. Anders als beim Kampfsport Boxen gibt es keine Revanche, bei der frau sich den verlorenen Weltmeister-Gürtel eines der konkurrierenden Verbände zurück erobern kann. Bleiben wir also sprachlich korrekt, reduzieren es auf „den Spieß umdrehen“. Das allerdings gelang der Kugelstoßerin mit dem schönen urdeutschen Doppel-Nachnamen auf imponierende Art und Weise. Die seinerzeit favorisierte Jana Müller-Schmidt (*1964) von der SG Osterholz musste sich bei der Senioren-DM in Mönchengladbach beim von uns so beschriebenen „Lady-Kracher“ in der W50 ein wenig überraschend der Jung-Fünfzigerin Claudia Kodel (*1968) vom OSC Berlin mit 13,86 zu 14,03m geschlagen geben. Doch nun zwei Etagen höher stellte das „Nordlicht“ gestern Morgen bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Malaga die interne Hack- und Rangordnung wieder her.
Und nicht nur das! Bereits im letzten Jahr der Altersklasse stehend gewann die 54-jährige Blondine in einer spannenden Auseinandersetzung mit der von Beginn an führenden Ukrainerin Soruchuk (14,18m) mit ihrer bei großer Nervenstärke im finalen sechsten Versuch erzielten Tagesbestweite von 14,54m (bis dahin 14,17m) den WM-Titel. Damit verfehlte die deutsche Rekordhalterin (15,00m) in der Stunde der Wahrheit auf höchster Bühne ihre Saisonbestleistung lediglich um drei Zentimeter. Kodel belegte mit 13,58m den Bronzerang.
Da angeblich in der Kürze die Würze liegen soll, war's das unserseits. Alles Weitere vom zweiten Tag der Titelkämpfe nach eigenem Gusto des Interessenten unter folgender Verlinkung.