Auftakt bei den 23. Senioren-Weltmeisterschaften in Andalusien

(Málaga/Krefeld, 04. September 2018) Nun gehen sie also heute Vormittag los, die 23. Senioren-Weltmeistershaften ab M/W35 im spanischen Málaga an der Costa del Sol, der Sonnenküste. Hübsch übersichtlich verteilt an drei verschiedenen Schauplätzen in der andalusischen 569.000-Einwohner-Stadt und im benachbarten Torremolinos. Da werden Trainer, Betreuer und Partner mal so richtig hin und her gescheucht. Sei angemerkt, dass sich das bei einer solch gigantischen Veranstaltung mit 8.197 Gemeldeten aus 101 Nationen in den vielen Altersklassen und Disziplinen nun einmal nicht vermeiden lässt. Was jedoch zu vermeiden gewesen wäre, wenn der Schirmherr World Masters Athletics (WMA), der mit rund eine Viertelmillion Euro an den Einnahmen partizipiert, ein bisschen Geld aus der Hand gegeben hätte: Der unerträgliche Zustand, dass in den Stadien keine Free-Wifi angeboten wird und es keine Live-Streams für die Daheimgebliebenen von den Wettbewerben geben wird. Das ist in der heutigen digitalisierten Zeit ein arges Armutszeugnis. Das geht allemal besser, wie schon von den Polen bewiesen worden ist.

„Könige der Athleten“ eröffnen die 13-tägigen Titelkämpfe

Traditionell eröffnen die „Könige der Athleten“ die bis zum 16.September andauernden globalen Titelkämpfe. Aber auch die Kugelstoßer/innen und Hammerwerfer greifen in verschiedenen Altersklassen in das turbulente Geschehen ein. Insgesamt haben 614 Germanen/innen ihre Willenserklärungen zu einer Teilnahme abgegeben. Diese Verklauselierung ist nötig, da gerade bei Europa- und erst recht Weltmeisterschaften die lineare – also nicht nur deutsche – Ausfallquote erfahrungsgemäß bei 15 bis 20 Prozent zu liegen pflegt. Das ist schlicht der langen Vorlaufzeit bei der Abgabe der Meldung geschuldet.

Kein eigener LAMPIS-Korrespondent vor Ort

Was nun unsere WM-Berichterstattung anbelangt, müssen wir uns weitestgehend, jedoch nicht vollends in vornehmer Zurückhaltung üben. Einmal geht das sportliche Leben auch hier zu Lande ungebremst weiter, zudem haben wir anders als beispielsweise in Italien mit Carlo Berlini keinen eigenen Korrespondenten vor Ort. Und eine reine Orientierung an Ergebnislisten ist eine höchst zweischneidige Angelegenheit bei den eine Leistung beeinflussenden vielen Parametern, die aus der Ferne schlichtweg nicht zu beurteilen sind. Das sei unumwunden zugegeben, dass wir in der Vergangenheit einfach manchem Athleten, auch weiblich, zwangsläufig bei der Bewertung nicht gerecht werden konnten

Was leistet die selber aktive DLV-Öffentlichkeitsarbeiterin diesmal?

Ob’s der DLV freilich besser macht, der mit einem riesigen Betreuerstab an Wetterfröschen, Wasserstandsmeldern („Ihr müsst bei der Hitze gaaanz viel trinken“), Erbsenzählern (Medaillen und Rekorde) und Literarten anwesend ist, sei dahin gestellt. Einschließlich der ab dieser Saison installierten Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt (im Bild), die von anderen und sich selber in der dritten Person als Werferin der W45 zwar in wohlfeilen Worten einer ZDF-Sportredakteurin in der klassischen 2:1-Ergebnisform berichtet, bei der aber eben interessante Hintergrundgeschichten zumindest bislang ausgesprochene Mangelware darstellten. Es ist freilich ein Drahtseilakt, zwei Herren gleichzeitig dienen zu wollen. Nur hat sie sich die Suppe ganz alleine eingebrockt, die sie fortan auslöffeln muss. Kritik kann und darf bei ihr ohnehin nicht vorkommen, wie die nicht nur heile Senioren-DM in Mönchengladbach nachdrücklich bewiesen hat. Das muss für eine gestandene Sportjournalistin, die für ihren Sender auch investigativ recherchieren muss, Selbstkasteiung gewesen sein.
Wer sich also über nackte Resultate, die hoffentlich recht zeitnah veröffentlicht werden, informieren möchte, der kann dies allumfassend unter diesem zur Veranstalter-Netzseite führenden Link tun. Mehr Mittel stehen uns auch nicht zur Verfügung.