Norbert Demmel verletzte sich in Málaga – beim Beachvolleyball

(Málaga/Krefeld, 03. September 2018) Wenn man(n) schon kein Glück hat, kommt mitunter noch Pech hinzu. Wurf-Allrounder Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching kann inzwischen ein garstig Lied davon singen. Kurz vor der Senioren-DM in Mönchengladbach hatte er sich an der Schulter verletzt, konnte seine bis dahin überragende Form nicht in die verschieden große Ringe bringen. Der 55-jährige Modellathlet der Extraklasse wurde jedoch recht schnell wieder fit und stellte später bei den nationalen Titelkämpfen im Wurf-Fünfkampf in Zella-Mehlis mit 4.938 Punkten einen neuen Weltrekord in der M55 auf. Das war eine weiteres Faustpfand für die WM ab morgen in Malaga (Spanien), vielleicht sogar mit dem ersten „Fünftausender“ in dieser Altersklasse. Dort bereits seit 11.August mit Ehefrau und Tochter in Urlaub, natürlich nicht ohne zu trainieren, verletzte er sich beim Beachvolleyball am Strand der Costa del Sol am rechten Sprunggelenk.

Eigendiagnose: Selbstzerstörungstrieb

Der Linkshänder kann den rechten Fuß kaum belasten, will dennoch starten, wird beim Kugelstoßen und Diskuswurf jedoch lediglich aus dem Stand antreten können. Dahin sind die berechtigten Titelchancen. Er hofft jedoch bis zum Fünfkampf wieder einigermaßen auf dem Damm zu sein, wird deshalb in den gemeldeten Einzeldisziplinen kein Risiko eingehen. „Offenbar leide ich an einem Selbstzerstörungstrieb, verletze mich meist außerhalb des Wurftrainings“, meinte Demmel in seiner Information an LAMPIS. Ungeachtet des Malheurs will er getreu dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ das Beste aus der vertrackten Situation machen. Unsererseits der diesmal zu spät kommende Tipp: Schuster, bleib bei deinem Leisten!