Vorruheständler Kurt Kaschke bläst orkanartiger Wind ins Gesicht

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Freudenstadt/Krefeld, 02. September 2018)
Die Schule ist aus für immer. Dieser von Alice Cooper 1997 erschienene Original-Songtitel „School’s out for ever“ kann jetzt auch Realschullehrer Kurt Kaschke (im Bild) aus Freudenstadt im Schwarzwald vor sich her trällern. Der von seinen vielen Kritikern, die da sagen wer ihn zum Freund habe, brauche keine Feinde mehr, boshaft Baumschullehrer aus dem schwarzen Walde genannte 63-Jährige muss mit Ferienende 08.September nicht an die Falken-Realschule zurückkehren. Er hat sich vorzeitig in den Ruhestand verabschieden lassen, um sich bei dem Plus an freier Zeit verstärkt seinem Ehrenamt als Präsident des kontinentalen Senioren-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) widmen zu können.

„Trump für Arme“ hat nun noch mehr Zeit für Unheil

Insider befürchten bereits, dass dieser „Trump für Arme“ in seiner selbstgefälligen Art der Vertuschung und Verschleierung nun noch mehr Unheil anrichten wird. Kaum im seligen (Un-)Ruhestand, wird ihn jedoch eine schon länger schwelende delikate Angelegenheit wieder einholen, die er in seiner Präsidialherren-Manier unter den Tisch zu kehren gedachte: Der unzulässige und von seinem vor Ort anwesenden offiziellen Gesandten Kalle Glomsaker (Norwegen) sanktionierte Start von 13 russischen Senioren-Leichtathleten bei den Offenen Baltischen Masters-Meisterschaften 2017 in Pärnu im Estland. So ungerecht das auch sein mag, gilt auch für sie, die nicht am russischen Staatsdoping teilhatten, der internationale Bannstrahl der übergeordneten IAAF. Dass sie dort gestartet sind ist in vielfacher Hinsicht dokumentiert (muss hier nicht näher erörtert werden), wenngleich sie irgendwann später aus der offiziellen Online-Ergebnisliste entfernt wurden. Es darf gemutmaßt werden, auf Geheiß von Kaschke, der damit Spuren beseitigen wollte. Indes ein untauglicher Versuch, der zudem als Bumerang in Form der Urkundenfälschung zurückkommen dürfte.

EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin platzte der Kragen

Doch nun wird es ganz pikant. Kein Geringerer als EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin (links im Bild) aus Ahlen, der langjährige Vorgänger von K.K. als Steuermann der damaligen EVAA, geht in die Offensive. Der Wahl-Westfale, ehedem auch Lehrer, hatte sich schon lange bis in höchste Stellen hinein um eine schonungslose Aufklärungsarbeit in der leidigen Sache bemüht. Er stieß jedoch auf taube Ohren, schob der eine dem anderen den Schwarzen Peter des Handelns zu. Jetzt platzte dem immer noch sehr umtriebigen 77-jährigen „Hans Dampf in vielen Gassen“ endgültig der Kragen. Mit einem Verteiler von knapp über 100 Personen an die Präsidiumsmitglieder der IAAF, der World Masters Athletics (WMA), der EMA und der Masters-Präsidenten der 51 angeschlossenen Mitgliedsstaaten der EMA fordert er unter der Nennung von Ross und Reiter in einer E-Mail von vorgestern mit Nachdruck eine Überprüfung und offizielle Stellungnahme von Kaschke als dem Verantwortlichen des zuständigen Kontinentalverbandes. Rumms, das saß/sitzt erst einmal.

Publikation auch auf Facebook und bei Masterstrack

Doch damit nicht genug. Massin will es auch mit einer Veröffentlichung in ebenfalls englischer Sprache bei „EMA Friends“ auf Facebook für eine breitere europäische Öffentlichkeit publik machen, um den Gegenwind zu erhöhen. Es wird zudem über den großen Teich in die USA schwappen. Der für seinen investigativen Journalismus bekannte Ken Stone aus San Diego signalisierte bereits Interesse, sich diesem Subjekt der Vertuschungsstrategie auf seiner Netzseite masterstrack.blog anzunehmen.
Denn eines darf in der Gesamtbetrachtung nicht übersehen werden, dass sich mit international suspendierten Leichtathleten gestartete unschuldige Aktive nach dem Motto „Mit gefangen, mit gehangen“ gleichermaßen einer Disqualifikation und möglichen weiteren Bestrafung aussetzen. Ein Kavaliersdelikt sieht deutlich anders aus.
In diesem Sinne trotzdem oder gerade deswegen einen zauberhaften Sonntag und eine geschmeidige kommende 36. Kalenderwoche Anno Domini 2018! Nicht zuletzt an den Kuddel-Muddel K.K. aus F.