Tschechin Jarmila Klimesova steigerte Speerwurf-Weltrekord der W70

(Varazdin/Čakovec/Krefeld, 29. August 2018) Mitunter muss bei dem Wust von Resultaten, Disziplinen und Altersklassen, zumal wenn sie klassenübergreifend nach der Punktewertung gelistet werden, Kommissar Zufall nachhelfen. Den gab es glücklicherweise in einem aufmerksamen und sachkundigen Stammbesucher von LAMPIS, dazu in Person meines langjährigen Sportfreundes Hans Josef Weitz aus Köln. "Kugeljupp" entdeckte in der Online-Ergebnisliste des Senioren-Sechs-Länderkampfes in Čakovec bei Varazdin einen Weltrekord, gekennzeichnet durch ein karges „W“ hinter dem Gerätegewicht. Den erzielte die Tschechin Jarmila Klimesova (*1947) innerhalb der lediglich zugebilligten vier Versuche im Speerwurf der W70 mit 29,32m im zweiten Durchgang. Bereits zum Auftakt hatte die 70-Jährige ihren eigenen Europarekord (27,07m) von der Winterwurf-EM 2018 in Madrid auf 27,61m verbessert. Im nächsten Durchgang steigerte sie mir ihren 29,32m auch die drei Jahre alte globale Bestmarke (27,78m) der US-Amerikanerin Carol Forst um erkleckliche 1,54 Meter. Donnerschlag!

Marathon durch die Instanzen

Nunmehr beginnt der administrative Marathon durch die Instanzen mit den Einträgen in die diversen Rekordlisten von Land, Europa und der großen weiten Welt. Die dritte Ausbaustufe dürfte erfahrungsgemäß mit erheblichen Schwierigkeiten und Zeitverzögerungen (passt zum nächsten Beitrag) verbunden sein. Denn die unsägliche WMA-Statistikerin Sandy Pashkin wacht wie eine Glucke darüber, dass ihre Landsleute möglichst lange den Status behalten, der ihnen nicht mehr gebührt. Sie pflegt frühestens nach der dritten Erinnerung zu reagieren. Eine Schande für die Spezialisten-Gilde, diese Frau.