Mehrkampf-DM: Wiebke Baseda verbesserte deutschen Rekord der W60

(Zella-Mehlis/Krefeld, 15. Juli 2018) „Ladies first“! Und das nicht aus purer Höflichkeit. Obwohl in der klaren Minderheit von 32 zu 96 Aktiven, also exakt nur einem Drittel, drückte das vermeintlich schwache Geschlecht gestern den Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften der M/W 35 – 80 ihren Stempel auf. Insbesondere die W 50 bis 65 waren in den per Saldo zehn Klassen jeweils eine Klasse für sich. Die jeweiligen Vorsprünge der Siegerinnen von 910, 1.028, 1.570 (!) und 1.136 Punkten drücken das auf beeindruckende Weise aus. Bei diesem herausragenden Quartett hätte es auch ein Vier- oder gar nur ein Dreikampf (W60) gerichtet. Das spricht für dieses vierblättrige Kleeblatt, allerdings nicht für die hoffnungslos unterlegene Konkurrenz. Das alles wurde noch durch die Jung-Sechzigerin (so sie überhaupt schon vollendet hat) Wiebke Baseda (*1958) vom SV Grün-Weiss Harburg getoppt. Das Nordlicht verbesserte mit 4.215 Punkten den fünf Jahre alten deutschen Rekord der W60 von Ulrike Hiltscher (*1952) von der LG Neiße um 30 Zähler. Hiltscher selber verfehlte mit 4.381 Punkten in der W65 ihre vorjährige nationale Bestmarke lediglich um 14 Pünktchen. Ein Hauch von einem Nichts, das sich vermutlich in jeder der fünf Disziplinen finden ließe. Aber knapp daneben ist eben auch vorbei.

M50 warf selbstverständlich mit dem 1,5-Kilo-Diskus

Klären wir noch auf, dass die M50 entgegen der fälschlichen Angabe in der Ausschreibung selbstverständlich mit dem ab dieser Klasse branchenüblichen 1,5- und nicht 2-Kilo-Diskus geworfen hat. Wenngleich nicht selber vor Ort, wurde uns dies vom kugelstoßenden Würstchenbrater Uwe Heimrich vom TSV Zella-Mehlis in einem Telefonat soeben (9:30 Uhr) bestätigt. Auch, dass mal wieder bei einer Senioren-DM auf den Plakaten mit „Jugend forscht“ geworben worden ist. Da hätten wir einen Vorschlag zu machen: Wie wäre es als Model(l) mit der ausgesprochen attraktiven und obendrein in der W50 erfolgreichen Urte Alisch (siehe Foto) vom SWC Regensburg.
Noch ein bisschen Statistik: Von den 141 Gemeldeten traten letztlich 128 an, wobei nicht alle das fünfteilige Tagewerk beendeten. Die Online-Ergebnisliste präsentiert sich in dem inzwischen sattsam bekannten SELTEC-Durcheinander. Die können noch nicht einmal richtig saldieren. Häufig wird in der Kopfleiste die falsche Teilnehmerzahl angegeben. Paradebeispiel in der M70, wo es lediglich sieben anstelle der ausgewiesenen elf Teilnehmer waren. Echt zum K...
Was uns einmal mehr lehrt, keiner Statistik zu trauen, die nicht von dir selber gefälscht wurde.