Senioren-DM 2018 relativ "tief im Westen" erfährt starken Zuspruch

(Mönchengladbach/Krefeld, 25. Juni 2018) Normalerweise finden Meisterschaften in Nähe der geografischen Zipfel unserer Republik, die da wären List auf Sylt (Nord), Görlitz (Ost), Oberstdorf (Süd) und Selfkant (West), nicht den ganz großen Zuspruch. Paradebeispiel sind die vorjährigen Titelkämpfe in Zittau im Drei-Länder-Eck Deutschland – Polen – Tschechien mit 999 Gemeldeten zur Senioren-DM. Vergessen wir getrost und haken es als künstlerische Freiheit ab, wenn der in Göttingen geborene Barde Helmut Grönemeyer in der Hymne an seine einstige Heimatstadt Bochum von „tief im Westen“ singt. Bis zur Gemeinde Selfkant unmittelbar an der niederländischen Grenze sind es noch satte126 Kilometer. Da bietet das Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach als Austragungsort der Deutschen Senioren-Meisterschaften am kommenden Wochenende mit 51 km wesentlich weniger. Und dennoch erfahren diese Titelkämpfe mit 1.301 potenziellen Teilnehmern/innen aus 750 Vereinen bei 2.406 Starts einen außerordentlich starken Zuspruch. Das liegt in etwa auf der sehr guten Resonanz im geografisch zentraler gelegenen thüringenschen Leinefeld-Worbis bei der DM 2016 mit 1.307 Gemeldeten aus 666 Klubs bei 2.510 beabsichtigten Starts. Real waren es 1.164/618/2.144.

Noch ein bisschen tiefergreifende Zahlenkosmetik

Bei der Gelegenheit noch ein bisschen tiefergreifende Zahlenkosmetik für die gerade in der Leichtathletik zahlreich angesiedelten Freunde der Statistik. Die M50 bei den Senioren und die W50 beim gemeinhin schöneren Geschlecht generieren mit 116 respektive 86 Bewerbern die meisten Startwilligen. Eine abermals zutreffende Binsenweisheit, dass die Strecken von 100 bis 400 Meter den insgesamt, also männlich und weiblich, größten Andrang erfahren (242, 226, 192). Dann aber folgt schon der Diskuswurf (186), der bei unserer originären Klientel vor Kugel, Speer (beide 169) und Hammer (124) vorne liegt. Die nach Meinung vieler, freilich nicht aller Fachleute technisch wohl anspruchsvollste Disziplin Stabhochsprung (da haben etliche in technischer Perfektion mit vier Drehungen auch den Hammerwurf im Blickpunkt) bildet traditionell vor dem Dreisprung (73) mit 59 „Himmelsstürmern“ und solchen die sich die dafür halten in 15 Altersklassen das Schlusslicht. In der W45 und M80 heißt es wenigstens die Anfangshöhe zu überspringen, um den Titel abzugreifen. Der Medaillenstandard muss allerdings auch noch erfüllt werden.
Versteht sich peripher, dass noch eine mit Namen gefüllte Vorschau auf dieser Welle und an dieser Stelle erscheint.