HLV macht Rückzieher und nimmt Chinesinnen aus der Wertung

(Frankfurt/Neu-Isenburg//Krefeld, 20. Juni 2018) Es ist gut zu wissen, dass die Presse als vermeintliche vierte Macht im Staate bisweilen Dinge zum Positiven wendet. Und wir als eine Art Online-Zeitung dürfen uns ein kleines Scheibchen davon abschneiden. Konkret geht es um unseren Beitrag „Ein Hammer mit China-Krachern löste in Hessen eine Welle der Empörung aus“ vom 15. Juni 2018 (siehe auch unser Fenster Flurfunk). Das Weilburger Tageblatt und die Nassauische Neue Presse berichten gestern unisono, dass der Hessentitel im Hammerwurf nun doch an Laura Siegel geht und die beiden kurzerhand eingemeindeten Chinesinnen aus der Wertung genommen worden sind.
Neben der bis dahin drittplatzierten neuen Titelträgerin Siegel rücken Katharina Rebecca Müller und Anika Jürß auf die Medaillenränge vor. Klar, alle anderen dahinter machen ebenfalls zwei Plätze gut. Aber was ist in dem einstigen Zehnerfeld mit Antonia Maria Speck  (um 1cm geschlagene Neunte) und der erst 17-jährigen Lisa Arend (ogV), die um drei weitere Versuche im Finale geprellt worden sind? Nicht überall kommt ausgleichende Gerechtigkeit an. Link zur ursprünglichen Ergebnisliste.
Ganz schlechter Stil ist es im Übrigen, dass der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) mit Sitz in Frankfurt am Main dieses Thema bislang völlig totschweigt und allzu leichtfertig der schreibenden Zunft den Vortritt lässt. Blamabel! Gescheite Öffentlichkeitsarbeit sieht anders aus.