Nordrhein "Open" als eine besondere Art Fronleichnamsprozzesion

(Mönchengladbach/Krefeld, 30. Mai 2018) Was kann es Schöneres für bekennende Senioren-Leichtathleten geben, als an einem buchstäblich toten Feiertag wie dem morgigen Fronleichnam seinem geliebten Sport im friedlichen Wettstreit mit Gleichgesinnten nachzugehen. Das Fragezeichen am Satzende kann wegbleiben. Insgesamt 411 Startwillige haben mit ihrer Meldung zu den Offenen Nordrhein-Meisterschaften der Ü30-Generation im schmucken Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach eindeutig votiert. Die etwas andere Art einer Fronleichnamsprozession. Für jenen Teil davon, die sich um Normen keine Gedanken machen müssen, wird es zugleich der „Durchlauferhitzer“ für die Senioren-DM vom 29.Juni bis 01.Juli 2018 an selber Stelle sein. Ein willkommener Test der Anlagen und sonstigen örtlichen Gegebenheiten. Womit nicht allein die stillen Örtchen gemeint sind.

Es allen recht machen zu wollen, ist eine Kunst, die keiner kann

Es freut uns, dass wir von LAMPIS als nach Beurteilung Dritter einzigen wirklichen Interessenvertretung der Senioren/innen bei mutmaßlichen Ungereimtheiten des Zeitplanes eingeschaltet werden, unsere Kontakte spielen zu lassen. So es nachvollziehbar ist und nicht exotische Wünsche an uns herangetragen werden, kommen wir dem auch liebend gerne nach. So haben wir uns auch diesmal argumentativ über dieses und jenes mit Veranstaltungsleiterin Gisela Stecher unterhalten. Zu kleine Felder sind nix, zu große noch viel weniger. Doch es ist wie im richtigen Leben: Es allen recht machen zu wollen, ist eine Kunst, die keiner kann. Stecher gibt zu bedenken, dass sie beispielsweise für eine Entzerru
ng im Diskuswurf der M50/55 (19 Gemeldete, 16 würden das Finale bestreiten) eine zweite Anlage und ein weiteres Kampfgericht benötigen würde. Woher nehmen, wenn nicht stehlen (unsere Formulierung)? Auch die Teilung des Feldes und eine Abwicklung hintereinander scheitere daran, dass der zweiten Gruppe eine Einwurf-Zeit von 20 Minuten eingeräumt werden müsse und der weitere Ablauf danach aus den Fugen gerate. Ein bisschen gegenseitiges Verständnis ist der gemeinsamen Sache durchaus dienlich. Dennoch will Gisela Stecher versuchen, das Unmögliche irgendwie möglich zu machen.
Noch eine Personalie. Er ist zwar nicht der „Stubenälteste“, aber sicherlich der mit dem jüngsten zurückliegenden Geburtstag: Der werfende „Goldhamster“ Peter Speckens (*28.05.1935) vom SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg bei Aachen vollendete vorgestern sein 83. Lebensjahr!
Alle Details zu den Titelkämpfen unter diesem Link.