Top-/Eil-Meldung: Valdis Cela als erster 70-Jähriger über 8.000 Punkte

(Stendal/Krefeld, 27. Mai 2018, 18.30 Uhr) Wenngleich sie sich nicht als „Rekord-Fabrik“, sondern als Eldorado für den Mehrkampf der Senioren/innen definieren, was sich bei der Flut von nationalen und internationalen Bestmarken locker behaupten lässt, gab es bei der sechsten Auflage des Stendaler Hanse-Cups (SHC) gestern und heute Weltrekord Nummer neun. Einen historischen dazu. Der Lette Valdis Cela (*1948) schaffte als erster 70-Jähriger den 8.000er Gipfel, steigerte mit 8.142 Punkten die von Rolf Geese (*1944) von der LG Göttingen 2016 am selben Schauplatz aufgestellte globale Höchstmarke der M70 (7.943 P.) gleich um satte 199 Zähler. Grandios!
Dabei schienen dem Mann aus dem Baltikum nach einem für seine Möglichkeiten unterbelichteten Diskuswurf von 30,55m alle Felle davon zu schwimmen. Doch nach einem überragenden Stabhochsprung-Ergebnis von 3,30m witterte er wieder Morgenluft. Gecoacht von seinem Landsmann Dainis Kula, dem Speerwurf-Olympiasieger von 1980, verbesserte er sich im Speerwurf um rund fünf Meter  auf 33,84m und lag dadurch vor dem abschließenden 1.500-m-Lauf wieder auf Weltrekordkurs.

Timo Ritte zeigte großen Sportgeist

Timo Ritte (geb. Stolle) vom SC Bayer 05 Uerdingen leistete ihm selbstlos Schrittmacherdienste. Als nämlich dessen Schwiegervater Wolfgang Ritte (*1953) wegen einer zu hohen Sauerstoffschuld (er hat zu wenig rote Blutkörperchen) aufgeben musste, spannte sich Timo eineinhalb Runden vor Schluss vor den Karren von Cela und führte ihn beim Marathon der Mehrkämpfer in 6:25,93 Minuten über die Ziellinie.
„Der Name Ritte spricht nicht nur für Qualität, der Name Ritte spricht auch für gelebten Sportgeist", lobte EMA-Ehrenpräsident und SHC-Mitinitiator Dieter Massin (Ahlen) bei der Siegerehrung den uneigennützigen Einsatz des 37-jährigen Wahl-Uerdingers aus Moers. Schließlich hätter er für sein eigenes Endergebnis in der M35 wesentlich schneller laufen können.
Alle Resultate später unter diesem Link und weitere Berichte vom Klein-Götzis der Ü30-Generation morgen in dieser Spalte sowie im Fenster Ergebnisse.