Wolfgang Ritte liegt bei Halbzeit auf Weltrekordkurs im Zehnkampf

(Stendal/Krefeld, 27. Mai 2018) Es ist eine alte Binsenweisheit mit hohem Wahrheitsgehalt, dass ein Wettkampf kein Wunschkonzert ist. Erst recht ein Zehnkampf, der nun einmal in Theorie wie Praxis zehn Stolperfallen bereithält. Stabhochsprung-Spezialist Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen verfehlte gestern beim 6.Stendaler Hanse-Cup im Stadion „Am Galgenberg“ in zwei der fünf Disziplinen seinen Marschplan (wir berichteten) auf dem Weg zum angestrebten neuen Zehnkampf-Weltrekord der M65 (bisher 8.205 Punkte). Da er ihn aber anderseits dreimal übertraf, liegt er bei Halbzeit mit formidablen 4.406 Punkten per Saldo 50 Zähler über dem von ihm selber ermittelten Soll. Allerdings gilt es hier den ersten Tag nicht vor dem zweiten Abend zu loben. Ohne unken zu wollen, könnten die Langwürfe mit Diskus und Speer zu einer Klippe werden, die der 65-jährige Alleskönner auf der Hatz nach dem geglückten Stabhochsprung-Weltrekord der M65 (4,05m) überhaupt nicht trainiert hat. Seine Einzelleistungen des ersten Tages, in Klammern die angepeilten Werte: 100 m 13,10 sec. (13,29), Weit 5,15m (5,20), Kugel 11,42m (11,60), Hoch 1,51m (1,50), 400 m  65,98 sec. (67,00).
Für uns in Unkenntnis seines Leistungsvermögens nicht einzuschätzen, ob der hoch gehandelte Lette Valdis Cula (*1948) mit seinen 4.086 Punkten ebenfalls auf Weltrekordkurs in der M70 (7.943P von Rolf Geese) liegt. Bekannt ist allerdings, dass er als aktueller Hallen-Europameister von Madrid wie Ritte überdurchschnittlich gut mit dem Stab (3,20m) umzugehen vermag.
Alle Ergebnisse von gestern unter diesem Link.