NRW-Finale: Alle 21 gemeldeten Teams traten an, zwei stark amputiert

(Lüdenscheid/Krefeld, 07. Mai 2018) Normalerweise ist immer ein bisschen Schwund. Insbesondere bei Mannschaftswettkämpfen, wo viel Personal zu einer festgelegten Zeit an einem bestimmten Ort an den Start gebracht werden muss. Teamchefs von einst und jetzt wissen ein traurig Lied davon zu singen. Der Autor dieser Zeilen eingeschlossen. Doch, siehe da, ganz anders beim NRW-Finale um die gute alte, allen Totengräberversuchen standhaltende Deutsche Altersklassenmannschaftsmeisterschaft (DAMM) am vorigen Samstag im Nattenbergstadion in Lüdenscheid (Westfalen). Alle 21 gemeldeten Vereine und Startgemeinschaften (Stg) traten in den verschiedenen Altersklassen von M30 bis 70 (insgesamt zwölf) sowie W30 bis 60 (neun) an. Im Vorjahr in Kevelaer am linken oberen Niederrhein waren es derer 20 von 22. Allerdings soll in diesem Kontext nicht unerwähnt bleiben, dass die Stg Essen/Rhede in der M30 stark amputiert daherkam, lediglich vier Athleten in der Wertung hatte und um 7.174 Zähler hinter dem Sieger weit abgeschlagen den unvermeidbaren dritten Platz belegte. Das traf in ganz ähnlicher Form auch für die TSV Bayer 04 Leverkusen in der M50 zu. Da stellt sich dann schon die Sinnfrage der sinnlosen Verschwendung von 100 Euro Startgeld plus sonstiger Nebengeräusche.

Ein Senioren-Nest: LG Kindelsberg Kreuztal

Ein großes Nest an in der Breite recht leistungsstarken Senioren muss sich bei der LG Kindelsberg Kreuzberg im Kreis Siegen-Wittgenstein befinden. Sie war durchgängig in der M30 bis 50 vertreten. Vermutlich ein Novum, das hier zu Lande seines gleichen sucht. Den Hattrick nach Titeln schaffte dieses Terzett allerdings nicht. Nach einem überlegenen Erfolg in der M50, einem denkbar knappen in der M40 mit lediglich 21 Punkten vor der Stg Westfalen-Lippe sprang in der M30 dank Essen/Rhede (siehe oben) lediglich der ungefährdete zweite Platz heraus. Alle weiteren Details überlassen wir dem Studium der wieder einmal wild durcheinander gemixten Online-Ergebnisliste: W60, W30, M70, M60, W50 und so fort. Chronologie sieht deutlich anders aus.

800-m-Läuferinnen in der W30 nicht gewertet

Das wäre zugleich das Stichwort zur Organisation. Der wird nach unserem bei einigen Aktiven eingeholten Meinungsbild ein durchweg gutes Zeugnis ausgestellt. Auch die Resultate waren recht schnell für Berichterstatter und Kiebitze im Netz. Ein ganz dicker Bock wurde indes doch geschossen. Bei der W30 fehlen bei allen drei Mannschaften die Resultate der 800-m-Läuferinnen. Mithin können die finalen Punktzahlen nicht stimmen, ist womöglich sogar die Platzierung falsch. Denn die beiden vorne trennten lediglich 44 Punkte. Wieso fällt ein derartig kapitaler Fehler eigentlich niemandem der Verantwortlichen auf?  
Geradezu verrückt, dass wir von manchen ewig Gestrigen als notorische Nörgler verschrien werden. Schließlich suchen wir nicht nach Ungereimtheiten, sie werden uns förmlich auf dem Silbertablett serviert, und wir brauchen sie nur noch aufzutischen. So und nicht anders wird ein Sportschuh daraus! Kapiert?