"Mister Germany" von Nike-Gnaden dankt als Seniorensprecher ab

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Jülich/Krefeld, 05. Mai 2018)
Vermeiden wir in diesem, seinem Zusammenhang so bedeutungsschwangere Worte wie weise oder klug. Aber es war/ist garantiert die beste Entscheidung seiner gefühlt 20-jährigen Amtszeit (tatsächlich seit 2012) als gewählter DLV-Senioren- und (un-)heimlicher Verbandssprecher. Alfred Hermes (*1946) berichtet gestern auf seiner Verharmlosungs- und Abkupferungsnetzseite von einer – offenbar internen – Bekanntmachung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), dass in diesem Jahr die turnusmäßige Wahl der Senioren-Athletensprecher anstehe. Danach das Blablabla zum Prozedere, das wir uns schenken. Wirklich interessant wird es unter PS wie Postscriptum: „Alfred Hermes verzichtet auf die erneute Kandidatur“. Glückwunsch! Tusch! Applaus!

„Götterbote“ hat die Zeichen der Zeit endlich erkannt

Endlich hat er die Zeichen der Zeit erkannt, ist bei ihm die Erkenntnis gereift, dass er auf dieser Position als siebenmal chemisch gereinigter, stets glatt gebügelter und stromlinienförmiger Diplomat in kurzen Hosen eine krasse Fehlbesetzung (gewesen) ist. Mit allen lieb Kind sein zu wollen ist für einen Interessenvertreter der Aktiven, obendrein zu allem Überdruss und Überfluss noch devot und obrigkeitshörig, ein schieres Unding. Da braucht es, zitieren wir den einstigen Torwart-Titan Oliver Kahn, einen „Mit einem Arsch und Eiern in der Hose“. Klar, damals wie heute sinnbildlich gemeint. Ohne es leibhaftig gesehen zu haben, dürfte, sollte, müsste beides bei dem „Götterboten“ vorhanden sein.

Folgt die Quotenfrau dem leuchtenden Beispiel?

Gut beraten wäre die quasi unsichtbare Quotenfrau Lidia Zentner, dem leuchtenden Beispiel der arg verspäteten Erleuchtung von Hermes zu folgen und nicht wieder anzutreten. Die Mittelstrecken-Gazelle aus Pforzheim vermochte ihrem verpflichtenden Nachnamen keine Ehre einzulegen, konnte nicht mit den Pfunden wuchern.
Schau‘n mer mal, dann sehn wir scho‘ was bei der Neuwahl anlässlich der Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 29.Juni bis 01. Juli 2018 im Rheydter Grenzlandstadion von Mönchengladbach auf dieses unselige Duett folgt. Absehbar, dass geeignete Kandidaten nicht auf den Bäumen wachsen. Denn wir will sich ein solches „Himmelfahrtskommando“ beim Kampf gegen die Windmühlenflügel des DLV schon freiwillig und bar jeder Not antun?