Womöglich großes Stühle rücken beim Personal-Roulette im BAS

Kolumne

Moment mal

(Rehlingen/Menden/Ahlen/Krefeld, 04. April 2018)
Womöglich, und darauf liegt die Betonung, beginnt irgendwann im Bundesausschuss Senioren (BAS) das große Stühle rücken. Nämlich für den Fall, dass die derzeitige Vorsitzende Margit Jungmann aus Rehlingen als gleichfalls momentane WMA-Vizepräsidentin auf der Generalversammlung der World Masters Athletics (WMA) anlässlich der Senioren-WM 2018 im spanischen Malaga den definitiv scheidenden Präsidenten Stan Perkins (Daisy Hill/Australien) beerben sollte. Ein Selbstläufer wird das jedoch nicht, da mit Gary Snyder (*1943) der ehemalige Präsident der US-Masters seinen Hut zur Bewerbung in den Ring geworfen hat. Ursprünglich war bei der Senioren-EM ein „Schaulaufen“ der beiden Kandidaten erwartet worden. Doch der noch 74-jährige Amerikaner, eigentlich keine Zukunftslösung für ein mehrjähriges Ehrenamt, war außer Konkurrenz für die 60 Meter und den Speerwurf der M70 gemeldet. Weder hier noch da trat er indes an. Aus der Fernsicht vermögen wir nicht zu konstatieren, ob er dennoch vor Ort war und es zu einem stimmenfangheischenden Scharmützel mit Jungmann gekommen ist. Manches bleibt auch all denen verborgen, die hautnah dabei waren. Denn oftmals sind Funktionäre für die breite Masse buchstäblich unsichtbar. Die aktuellen Beispiele bezogen auf den aufgeblähten DLV-Begleittross kehren wir ausnahmsweise mal charmant unter den Redaktionstisch.

„Schmidtchen Schleicher“ möchte Margit Jungmann beerben

Doch spinnen wir den Faden weiter. Der Sprecher der Landes-Seniorenwarte, Hans Schmidt (im Bild) aus Menden in Westfalen, würde gerne den BAS-Vorsitz übernehmen. Er soll dem Vernehmen nach in Madrid als „Schmidtchen Schleicher“ auffallend um die Rock- beziehungsweise Hosenzipfel von Jungmann scharwenzelt sein. Freilich wäre sein Aufrücken insofern zu begrüßen, da er in dieser leitenden Position der
„Papiertiger-Fraktion" weit weniger Schaden anrichten könnte. Der Mann hat sich seinerzeit für höhere Weihen mit wirklicher, wahrnehmbarer Verantwortung höchst selbst disqualifiziert, als er die nachgeholten Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften auf den 06.September 2015 in Lüdenscheid legte und damit das DAMM-Finale tags zuvor in Kevelaer konterkarierte (siehe Link). Die unausbleibliche Folge war eine Halbierung der Teilnehmerzahlen bei den „Westfalen Open“. Es kann bisweilen durchaus ein Vorteil sein, wenn jemand „weggelobt“ wird. Die Namen dazu sind beliebig austauschbar. Das halte jeder nach seinem Gusto.

Medien-Profi Eberhard Vollmer widmet sich fortan der Senioren-Leichtathletik

Nun zur guten Nachricht des denkbaren Personal-Roulettes. Für die Position von Schmidt als Sprecher der Landes-Seniorenwarte bekundet mit Eberhard Vollmer (links im Bild) ein absoluter, anerkannter und sehr angesehener Profi Interesse. Der Westfale ist Ende März nach 33-jähriger hauptamtlicher Tätigkeit im DLV-Referat Kommunikation und Medien in den Ruhestand verabschiedet worden. Er will sich nach eigenem Bekunden fortan ehrenamtlich der Senioren-Leichtathletik widmen. Da habe er sich in den letzten Jahren bereits intensiv eingearbeitet. Der 66-Jährige ist ohnehin auf diesem Sektor kein heuriger Hase. Er bekleidet seit längerer Zeit das Amt des Vorsitzenden seines heimischen Leichtathletik-Kreises Ahlen und zeichnet zudem für die sehr informativen, anschaulich und verständlich dargestellten monatlich erscheinenden Newsletters seines westfälischen Landesverbandes verantwortlich.
Daraus haben wir in der Vergangenheit zur Erbauung unserer Stammbesucher und Gelegenheitsgäste mitunter inhaltliche Kostproben veröffentlicht.