Beim DLV alias GAA gibt's leider keine Rückkehr zu Deutschland

(Darmstadt/Krefeld, 02. April 2018) Mitunter ist der – mehrheitliche – Wunsch der Vater des Gedankens. Klären wir also pflichtgemäß auf, dass unser gestriger Beitrag unter die Rubrik „April-Scherz“ fiel. Immerhin bescheinigen uns jene, die ihn als solchen entlarvt und sich bei uns via E-Mail gemeldet haben, dass er sauber konstruiert war und sie es gerne hätten glauben wollen. Schließlich hatte der DLV selber uns zwei Tage zuvor auf seiner Netzseite mit der Überreichung eines Trikots mit dem Schriftzug DEUTSCHLAND eine treffliche Steilvorlage mit Torgarantie geliefert. Daran mag zugleich unmissverständlich erkannt werden, dass sich die Kultur-Verleugner aus Darmstadt bei derlei Anlässen, wovon es in der Vergangenheit schon mehrere gegeben hat, eingedenk dieser gelegentlichen Abkehr mit dem aufoktroyierten „Germany“ nicht wohl in ihrer Haut fühlen.

Wer die Musik bezahlt, bestimmt nun einmal, was gespielt wird

Aber wer die Musik bezahlt, der darf nun einmal bestimmen, was gespielt wird. Und für den us-amerikanischen Ausrüstungssponsor, der für den über satte 13 Jahre laufenden Rentenvertrag mit dem DLV ordentlich Dollars in Geld und Naturalien locker macht,  sind wir „Krauts“ in der Außendarstellung nach ihrem (Sprach-)Verständnis nun einmal Germany. Leider erliegen zunehmend andere deutsche Sportverbände dem schnöden Mammon. Doch wir sollten uns ein leuchtendes Beispiel an stolzeren Nationen nehmen, die sich nicht verbiegen lassen. Aber das wäre bei den Wachsfiguren des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) alias German Athletics Association (GAA) eindeutig zu viel verlangt. Sie verkaufen uns den letzten Schrei aus „Made in Sri Lanka“, ein ordinäres Unterhemd von minderer Qualität mit dem Aufdruck GERMANY und einer gummierten Nationalflagge, quasi als Meisterwerk der Designkunst aus der Ideenschmiede von Luigi Colani.

Nach der ersten Wäsche ab ins Flusensieb

Abgesehen von Optik und Aufmachung, wird es sich nach der ersten Wäsche in seine Bestandteile auflösen und unweigerlich im Flusensieb sein kurzes Leben am Mann oder der Frau aushauchen. Sofern es vorher dem Schweiß widerstanden haben sollte. Obwohl vorher noch verschenkt (wir berichteten), mussten dafür bei der Senioren-EM in Madrid als Leih-Trikot 30 Euro Pfand hingeblättert werden, was ungefähr dem sechsfachen Wert dieses Leibchens entspricht.
Lachhaft, wenn es nicht so maßlos und ungeheuer erbärmlich wäre.