Lothar Huchthausen buchte Bierdeckel-Entscheidung mit 9 cm für sich


(Madrid/Krefeld, 20. März 2018)
Es wurde gestern zum Auftakt der Hallen-EM mit Winterwurf in Madrid von der M90 bis zur M40 abwärts von 08.30 bis 22.27 Uhr bei teilweise heftigem Regen, aber gegenüber hier zu Lande angenehmen Temperaturen gehämmert was der Untergrund hielt. Eine ziemliche Überraschung gab es in der Neuauflage des Duells von der Winterwurf-DM in Erfurt. Diesmal mit der internationalen Beteiligung eines 17,44m hammerwerfenden verwaisten französischen Sporttouristen. Der favorisierte Peter Speckens (*1935; M80) musste sich in der Bierdeckel-Entscheidung denkbar knapp  seinem gleichaltrigen Dauer-Antipoden Lothar Huchthausen mit 40,05 zu 40,14m geschlagen geben. Für den einstigen Fischer aus der Altmark eine sehr starke Leistung, der noch besser mit dem Speer (siehe Foto) umzugehen versteht.

Günter Fändrich verdientermaßen in der M75 vorn

Einen weiteren Titelt steuerte Günther Fändrich (*1941) bei. Der 77-Jährige Hesse setzte sich aufgrund der wesentlich besseren Serie in der quantitativ ordentlich besetzten M75 (10 Teilnehmer) verdientermaßen mit 41,59 zu 41,24m gegen den Slowenen Adi Vidmaijer durch. Unser Österreich-Repräsentant Gottfried Gassenbauer (52,02m), der am 17.August Sechzig wird, musste sich in der mit 20 Startern am stärksten frequentierten M55, darunter allerdings sieben Spanier, lediglich dem drei Jahre jüngeren Polen Lech Kowalski (53,47m) beugen. „Gassi“ freut sich schon auf den 5-Kilo-Hammer, mit dem er (un-)sinnigerweise national und in Deutschland bereits werfen darf. Sein nicht minder bekannter Landsmann Heimo Viertbauer (*1943) wurde ebenfalls als „Stubenältester“ mit 44,15m Zweiter in der M70 (11 TN).
Weitere deutsche Medaillengewinner: Hammer, M40 (9 TN, 6 ESP): 3. Alexander Pekrul 45,19m; M50 (15): 2. Rüdiger Möhring 48,93m (nur 50 cm fehlten am Titel); M60 (12): 3. Hartmut Nuschke 46,93m.
Alle Resultate des ersten Tages unter diesem Link.