DLV-Trikot: Eine etwas andere Interpretation von Schaden und Spott

(Krefeld und Teile der Republik, 16. März 2018) Nicht allen, uns schon, zum Wohle sind wir bestens vernetzt, bekommen wir ohne besondere Aufmunterung viele Dinge gesteckt, fliegen uns im übertragenen Sinne gelegentlich gebratene Tauben förmlich in den Mund. Und das ist gut so und war auch gestern nach dem leidigen Thema um das abgespeckte Senioren-„Nationaltrikot“ zum Nulltarif nicht anders. Dafür schon denjenigen auch noch einmal von dieser Stelle ein pauschales Danke schön, verbunden mit dem freundlichen Appell an alle anderen bei sich bietenden (Un-)Gelegenheiten es ihnen gleich zu tun! Es versteht sich nach guter journalistischer Sitte, dass wir ohne ausdrücklichen Freigabevermerk stets Informanten- und Vertrauensschutz gewähren. Ehrensache!
Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen. Nur ist die Interpretation ein wenig verquerer als landläufig gemeint. Den Schaden haben die dermaßen Ausgestatteten und den Spott erntet unzweifelhaft der zu dieser vermeintlichen Samariter-Handlung a la Sankt Martin gezwungene Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) respektive dessen 100prozentige Marketing-Tochter DLM.

Leibchen sei allenfalls als Nachthemd geeignet, wenn da nicht…

Der einhellige Tenor: Dieses Abziehbild eines Trikots ist von ausgesprochen minderwertiger Qualität. Das würde sich allenfalls als Nachthemd für heiße Sommernächte eignen. Beispielsweise bei der kommenden Stadion-WM vom 4. – 16.September 2018 im selbst zu der Zeit noch mollig warmen andalusischen Malaga in Spanien. Dem steht freilich entgegen, dass sich der Stoff auf nackter Haut sehr unangenehm anfühle und ohne etwas Drunter nicht tragbar sei. Aber wie soll das gehen und vor allem aussehen, um nicht schon wieder gegen die vom DLV gehäkelte, indes unmaßgebliche Kleiderordnung zu verstoßen? „Dieses Leibchen werde ich nicht für Geld und gute Worte anziehen, habe mir schon anderweitig eins bei einem diesmal nicht startenden Sportkameraden geliehen“, schrieb uns ein restlos verärgerter EM-Teilnehmer in Lauerstellung.
Über die Bedingungen und zu welchen Hungerlöhnen diese „Ware“ in Sri Lanka hergestellt wurde, sollte zur Beruhigung des eigenen Gewissens besser erst gar nicht sinniert werden.
Armes, reiches Deutschland, armseliger Dachverband!