Andy Dittmar einer der Top-Stars bei den Senioren-Meisterschaften

(Erfurt/Krefeld, 05. März 2018)  Es ist fast schon genau so langweilig wie die erdrückende, für die Konkurrenz (welch eine Übertreibung!) geradezu lähmende Dominanz des FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Aber Kugelstoßer Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha kann schlechterdings ein Vorwurf für seine immer noch herausragende Klasse und Überlegenheit gemacht werden. Der 43-jährige Koloss aus Thüringen gewann gestern bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf in seinem Zweit-Wohnzimmer  in der Leichtathletik-Arena unmittelbar neben dem Steigerwaldstadion gegen lediglich drei - mit Verlaub - „Opfer“ die M40 allein auf den Zweitplatzierten mit fast vier Metern Vorsprung. Das kommt in dem Wettbewerb Lichtjahren gleich. Doch der im letzten Jahr dieser Altersklasse stehende 1,96m große und 140 Kilogramm schwere „Gute-Laune-Bär“ ist sich selbst Motivation genug. Mit 18,17m stellte der Marketing-Leiter der gesetzlichen Krankenkasse AOK Plus im nur 30 Kilometer entfernten Gotha eine Jahresbestleistung (bisher 18,12m) auf. Das bewerkstelligte Big-Andy in einer Art Steigerungslauf über 17,68, 18,10, 18,12 mit jenen 18,17m im vierten Versuch. Da war im fünften Durchgang mit einem ungültigen Versuch erst einmal der Dampf aus dem Kessel, ehe er zum Abschluss einer blitzsauberen Serie 17,85m nachlegte. Chapeau, Tusch, Applaus!!!

Platz 13 in der aktuellen deutschen Hallen-Bestenliste der Männer

Ungeachtet aller etwaiger nationaler und internationaler Rekorde, was wir anderen überlassen, das abzufeiern, war Andy Dittmar einer der herausragenden Stars dieser 17. nationalen Titelkämpfe unter dem Hallendach und 15. im Wurf in „freier Wildbahn“. Denn vergegenwärtigen wir uns, dass der mit drei Kindern die Nachwuchsarbeit wörtlich nehmende Familienvater der einzige Athlet unter den „schweren Jungs" war und ist, der noch der erweiterten deutschen Spitzenklasse der offenen Klasse angehört. Er nimmt in der aktuellen DLV-Hallen-Bestenliste der Männer den 13. Platz ein. In dieser Hinsicht kann unter den vermutlich über 1.000 Gleichgesinnten (Ausfallquote der 1.149 Gemeldeten nicht bekannt) in der thüringenschen Landeshauptstadt nur noch der ebenfalls der M40 angehörende, allerdings vier Jahr jüngere Hürdensprinter Jan Schindzielorz (*1978) von der LG Forchheim mitbieten.
Weitere Beiträge folgen später in unseren Schaufenstern Ergebnisse und Flurfunk. Vorab geht es mit einem Mausklick zur Online-Ergebnisliste.