Begriff "Favoritensterben" bekommt bei der DM ganz neue Bedeutung

(Erfurt/Krefeld, 28. Februar 2018)  Fast alle husten und prusten. Die aktuelle, hartnäckig anhaltende Grippewelle wird wie ein Wanderpokal weitergegeben und hat buchstäblich bereits Teile der Republik lahm gelegt. Das macht natürlich nicht vor jenen halt, die der Volksgesundheit dienen sollten. Land unter herrscht auch in Krankenhäusern und Arztpraxen. Keine schamlose Übertreibung zur Steigerung der Dramaturgie: Als ich mich unlängst einem kleinen ambulanten Eingriff mit größerer Auswirkung unterziehen musste, hat der Chirurg im OP ein Telefonat entgegen nehmen müssen, da seine Rezeption aufgrund der „gelben Urlaubsscheine“ nicht besetzt war.
Warum jetzt ausgerechnet hier diese Berichterstattung nach Art der „Rentner-Bravo“ (Apotheken Umschau)? Gerade Sportler gehören zu einer Gruppe mit besonders hoher Risikostufe. Denn ihr Immunsystem ist schon durch die starken Trainingsbelastungen mit den Wechselbädern von schwitzen und wieder abkühlen extremen Anforderungen ausgesetzt. Da bleiben dann die Abwehrkräfte gegen überall kursierende Viren häufig auf der Strecke. Unter Wahrung des Datenschutzes ohne Namensnennung hat ein Sportfreund von mir in diesem Winter bereits den dritten Erkältungsinfekt.
Soll heißen: Die Ausfallquote bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf am kommenden Samstag/Sonntag in Erfurt wird höchstwahrscheinlich so hoch sein wie schon lange nicht mehr. Da bekommt der bekannte Begriff „Favoritensterben“ vermutlich eine ganz neue Bedeutung.