Ganz normale Wahnsinn feiert im neuen Jahr fröhliche Urständ

(Düsseldorf/Krefeld, 01. Januar 2018)  Prosit Neujahr! Neues Spiel, womöglich neues Glück. Insbesondere für die Geburtsjahre mit den Endungen 3 und 8. Sie rücken bereits hier zu Lande aufgrund einer unsinnigen, geradezu hanebüchenen hausgemachten nationalen Regelung automatisch in die nächsthöhere Altersklasse auf. Wer beispielsweise am 28.Dezember 1938 geboren worden ist, kann theoretisch und praktisch bereits ab dem 02.Januar 2018 als 79-Jähriger deutsche Hallenrekorde in der M/W80 aufstellen, die er bei tatsächlicher Vollendung des 80. Lebensjahres in aller Regel nicht mehr zu erreichen, geschweige denn zu steigern vermag. So gibt es vielfach das Absurdum, dass nationale Rekorde besser sind als Europa- und Weltrekorde. Bleiben wir bei dem Beispiel und nehmen einen Kugelstoßer. Der darf schon das liebe lange Jahr in heimischen Gefilden mit der Dreier stoßen, muss jedoch international noch mit der Vierer ran. Im Klartext: Bekloppt, schizophren!
Aber all das leiern wir gebetsmühlenartig schon seit unserem Bestehen (2009) und vermutlich noch bis zum Sankt Nimmerleinstag herunter, ohne dass die zuständigen Gremien diesem Anachronismus ein Ende bereiten würden. Es geht ja nur um die „ewigen Talente“, die das fünfte Rad am Wagen darstellen. Wenn überhaupt. Den beiden gewählten DLV-Seniorensprechern ist es auch so was von sch…egal. Wie vieles andere mehr. Der ganz normale Wahnsinn feiert also anno 2018 wieder fröhliche Urständ.

Mit leichteren Geräten zu größeren Weiten

Einige wird es fernab jeder Rekordrelevanz dennoch freuen. Speziell unsere Klientel von Stoß und Wurf, die ab M/W50 im Zehnjahrestakt leichtere Wettkampfgeräte mit Kugel, Diskus, Speer und Hammer buchstäblich an sowie in die Hand bekommen. Die ersten Profiteure sind die Jahrgänge von 1968 absteigend. Macht aus einschlägigen eigenen Erfahrungen schon Spaß, die bei den Senioren bis M80 um 1,26  respektive 1 Kilogramm abnehmenden Kugeln weiter fliegen und später landen zu sehen als im Vorjahr.  Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am 14. Januar 2018 im Arena Sportpark in Düsseldorf bei den Offenen NRW-Hallen-Meisterschaften der Ü30-Generation.
Dafür ist heute offiziöser Meldeschluss beim veranstaltenden Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN). Was natürlich völliger Nonsens ist. Denn auch da wird an einem Feiertag kein Finger gekrümmt. Ohnehin verlängern sich nach dem BGB auf einen arbeitsfreien Tag endende Fristen auf den nächsten Werktag. Manche lernen es nie.