Marianne Maier steigerte den Hallen-Weltrekord der W75 um 35 cm

(Dornbirn/Krefeld, 31. Dezember 2017)  Bereits einen Tag vor dem Jahreswechsel zündete Alleskönnerin Marianne Maier (*25.12.1942) vom TS Höchst einen Silvesterkracher und machte sich zudem ein wenig nachträglich selber ein Geschenk zu ihrem Fünfundsiebzigsten. Dabei war es wohl zweckpessimistische Tiefstapelei oder Bescheidenheit, dass sie sich noch nicht in einem adäquaten Trainingszustand befinden würde. Sei‘s drum: Die Wahl-Schweizerin mit österreichischem Pass steigerte gestern bei einem Internationalen Kugelstoßmeeting in der Leichtathletikhalle Dornbirn (Vorarlberg) den nicht ganz sechs Jahre alt gewordenen Hallen-Weltrekord der W75 von Anne Chatrine Rühlow vom SV Burgsteinfurt gleich um satte 35 Zentimeter auf 11,74m. Dazu ließ sie sich nach sehr verhaltener Feinjustierung in einer Art Steigerungslauf von 10,26 über 11,04 und 11,05m bis zum vierten Versuch Zeit. In einem verständlichen Spannungsabfall legte sie 10,99m nach, um dann im finalen sechsten Durchgang mit 11,51m die alte Bestmarke nochmals zu übertreffen und ihre Topleistung zu bestätigen. Es ist nicht überliefert, ob anschließend zumindest schon einmal die Sektkorken knallten.

Dieses war der erste Streich in der W75, doch...

Da die gute Marianne keine Sprücheklopferin ist, legen wir uns für sie aus dem Fenster, dass dies zwar ihr letzter „Streich“ im alten Jahr war, dem im neuen noch einige in der Freiluftsaison folgen dürften. Und das nicht nur im Kugelstoßen, obschon der bei 10,82m geradezu auf dem Silbertablett serviert scheint. Wie wär’s beispielsweise damit, die aktuelle Weltrekordhalterin im Siebenkampf der W70 (6.218 Punkte) beim weltberühmten Mehrkampf-Meeting in Götzis starten zu lassen? Das würde obendrein für Lokalkolorit sorgen und als Nebeneffekt die Senioren-Leichtathletik erheblich aufwerten. Oder die
Maierin" bereichert den als Weltrekord-Festival bekannten Stendaler Hanse Cup, der am selben Wochenende im Wonne-Monat Mai ausgetragen wird.