Sportsch(l)au: Bei der Vitamzufuhr kommt's auf die richtige Dosis an

(Köln/Krefeld, 29. Dezember 2017)  Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“, anderen Publikationsmedien sowie seiner eigenen Netzseite an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 95. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Viel bringt viel, oder? Vorsicht!  Das ist heutzutage bei den (künstlichen) Vitaminen nicht mehr der Fall. Früher mag das noch gestimmt haben. Als ich noch klein war, vor etwa 50, fast 60 Jahren, gab es noch nicht diese riesige Auswahl an Lebensmitteln und damit auch nicht an Vitaminquellen. Also hat dieser Mythos damals gestimmt, einfach dadurch bedingt, dass die Menschen nicht so eine vielseitige Auswahl hatten.
Wer aber heutzutage etwas genauer auf die Inhaltstoffe verschiedener Lebensmittel schaut, wird sich doch schon sehr wundern, was da so alles drin steckt. So enthält fast jede Limonade oder sogar teilweise Brot extra zugesetzte Vitamine. Vieles was der Markt uns heute bietet, wird von unserem Körper nicht gebraucht. Wenn wir statt auf künstliche Vitamine voll auf Naturprodukte setzen, liegen wir damit goldrichtig. Obst und Gemüseorten wie Weintrauben, Birnen oder Kürbisse liefern beispielsweise im Herbst genau die richtige Dosis Power für unser Immunsystem.
Diejenigen, die zusätzlich auf künstliche Vitamine zurückgreifen, sollten dabei die Qualität und Quantität ganz besonders im Blick haben. Denn viel hilft nicht immer viel. Ganz im Gegenteil: Eine Überdosis kann durchaus auch Schaden anrichten. Zu viele (künstliche) Vitamine können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen.
Fazit: Deshalb sollten die Dosierungen mit dem Hausarzt oder Apotheker des Vertrauens abgesprochen werden.