Kugelstoß-Gigant Andy Dittmar vollendet heute sein 40. Lebensjahr

(Gotha/Krefeld, 05. Juli 2014) Ein mit 1,98 Meter Körpergröße und 137 Kilogramm Gewicht wahrer Kugelstoß-Gigant, dazu eine absolute Zierde für die Senioren-Szene, „nullt“. Andy Dittmar (im Bild) aus Gotha vollendet heute sein 40. Lebensjahr. Obwohl der Vater von drei Kindern und Marketingleiter einer gesetzlichen Krankenkasse im wahren Leben eine Menge um die und zwischen den Ohren hat, blieb er dem „schmutzigen Geschäft“ mit der Kugel stets treu. Das Schöne daran: Er war/ist sich als Mann der ehemaligen europäischen und immer noch erweiterten deutschen Spitzenklasse (absolute Bestleistung 20,55 m aus 2006) vor allem nicht zu schade, im nahtlosen Übergang bei den Senioren in die „Bütt“ zu gehen, räumte hinauf bis zu Weltmeisterschaften, Halle wie Stadion, alles ab. Meist seinen Konkurrenten hoch überlegen, die er zur staunenden Staffage zu degradieren pflegte. Für „Kugel-Andy“, wie er sich selber nennt, ist es Ehrensache, in einer Woche bei seinem DM-Heimspiel im nur 20 Kilometer entfernten Erfurt zu starten. Als haushoher Favorit. Was sonst?!
Erstaunlich, geradezu verblüffend ist, selbst für seinen einstigen, im Vorjahr seine Karriere beendenden langjährigen Weggefährten und Sportfreund Ralf Bartels (*1978), welch hohes Niveau er seit Jahren mit zwangsläufig stark abgespecktem Training der Marke Sparflamme noch hält. Eine kleine 19er-, hohe 18er-Weite, mindestens aber eine 18 vor dem Komma ist bei ihm immer noch Standard. Sogar ziemlich aktuell. Beispiel gefällig? Bitte schön!  Bei den Thüringer Hallenmeisterschaften der Männer/Frauen 2014 in Erfurt verbesserte er den 32 (!) Jahre alten deutschen Hallenrekord der M 40 von Fred Schladen (18,12 m) aus Bonn um 20 Zentimeter auf  18,32 Meter. Und nun wird es beinahe märchenhaft, ist indes verbrieft und gewissermaßen amtlich: Der jetzige Jung-Vierziger stieß Mitte Juni bei den Landesmeisterschaften der Männer/Frauen, versteht sich, an seinem Wohnsitz Gotha nach vierwöchiger Zwangspause aufgrund einer Verletzung an der rechten (Wurf-)Hand beim ersten ernsthaften Härtetest 18,12 m. Ein bisschen Krafttraining und was er sonst so außer Kugelstoßen im Training noch macht hatte er sich allerdings schon gegönnt. Dennoch. Er war dann sogar über sich selbst erstaunt. Damaliger O-Ton, erschienen am 16. Juni in unserem Fenster Ergebnisse:
"Meine ,Pfote' zwickt zwar noch ein wenig, aber ich bin rundum zufrieden mit dieser Weite. Mit mehr als 18 Metern war unter Berücksichtigung der Verletzung nicht zu rechnen." Es war zugleich sein 42. Meisterstück in Thüringen bei den Männern, unter dem Hallendach wie freien Himmel zusammen gerechnet.
Das war bis hierhin naturgemäß alles sehr, genau genommen rein sportlich. Viel Platz bleibt zudem leider nicht mehr. Aber es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Koloss aus Gotha auch neben dem Kugelstoßring ein toller, aufgeschlossener, humorvoller Typ ist. Ein Mensch wie du und ich. Ein Werfer eben. Das sagt alles. Bleibt noch in Geschäftsführung ohne Auftrag im Namen der Lampis-Gemeinde knackig kurz zu formulieren und konstatieren: Herzlichen Glückwunsch, lieber Andy!  Speziell auch von mir, mein Name steht über dem Text und unter der Überschrift.