NRW-Winterwurf: Aktive wünschen sich Kugelstoßen als titelfähig

(Leverkusen/Duisburg/Krefeld, 26. Oktober 2017) Es freut uns, das kleine Redaktionsteam und die Gastautoren, natürlich ungemein, dass an uns viele Sorgen, Beschwerden und Kümmernisse aus dem disziplinübergreifenden Kreis der Senioren-Leichtathletik heran getragen werden. Aber auch Vorschläge, mit der Bitte, sie an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Das ehrt uns und bestätigt uns in unserer nimmermüden Arbeit als nicht wirkliche, aber einzig wahre Interessenvertretung über die beiden gewählten DLV-Seniorensprecher „Alf“ Hermes und Quotenfrau Lidia Zentner hinaus. Das vorab als willkommenen Anlass uns für das entgegenbrachte Vertrauen zu bedanken!

Eine in der Historie begründete, nicht mehr zeitgemäße Handhabung

Ganz konkret wurde unabhängig voneinander von mehreren Werfern/innen die Frage gestellt, weshalb bei den Offenen NRW-Winterwurf-Meisterschaften der Ü30-Generation in den beiden Vorjahren in Leichlingen und nun wieder an Karnevalserwachen am notgedrungenen Umzugsort Leverkusen (wir berichteten) das Kugelstoßen lediglich als Rahmen- und nicht Meisterschaftswettbewerb ausgeschrieben ist? Berechtigte Frage! Leider auch nicht allwissend, konnten wir das nur mit der Historie begründen. Denn ursprünglich waren die traditionell in Düsseldorf jeweils Anfang Januar ausgerichteten Westdeutschen oder NRW-Hallenmeisterschaften und der Winterwurf mit Diskus, Speer sowie Hammer aneinander gekoppelt, fand das Kugelstoßen halt unter dem schützenden, witterungsunabhängigen Hallendach statt.

Winterwurf-Wettbewerbe fielen 2015 im vorauseilenden Gehorsam aus…

Bei den Titelkämpfen im Januar 2015 sah sich die selbst ernannte Sportstadt Düsseldorf jedoch im vorauseilenden Gehorsam für etwaige Schneefälle (die übrigens ausblieben, am Niederrhein auch eher die Seltenheit als die Regel!) nicht in der Lage, die Außenanlagen wettkampfgerecht herzurichten. Die stets zum Wohle der Aktiven handelnde Seniorenwartin Gisela Stecher (im Bild) aus Grevenbroich vom gastgebenden Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) wollte die Winterwurf-Meisterschaften jedoch nicht gänzlich ins vermeintlich leicht angefrorene Wasser (Schnee) fallen lassen. Sie fand in dem rührigen Leichlinger TV (LTV) mit Frontmann Manfred Schmitz, einem ehemaligen 65-Meter-Diskuswerfer, einen Ausrichter für 2015 (14.11.), 2016 (12.11.) und nunmehr dem 11.November 2017.

… sind genau genommen seither eigenständige Meisterschaften
 
Mithin sind es längst eigenständige Meisterschaften, vollkommen losgelöst von der Halle. Einen plausiblen Grund gibt es folglich nicht mehr, das Kugelstoßen als schmückendes Beiwerk zu behandeln. Es offiziell ins Programm zu nehmen würde den Wettbewerb zudem aufwerten und dem LVN/LTV ganz „nebenbei“ mehr Einnahmen, nämlich 9 statt 6 Euro, bescheren. Gut, es müsste etwas mehr Geld für die Medaillen in die Hand genommen und ausgegeben werden. Doch die bekommen nur die drei Erstplatzierten, das Startgeld flösse jedoch von allen Teilnehmern/innen im Kugelstoßen.
Klar lassen wir es nicht dabei bewenden, das hier alles zur puren Bespaßung der Leserschaft kund zu tun, sondern werden den Vorschlag an die LVN-Wettkampfleiterin Petra Bous (links im Bild) und Gisela Stecher weiterleiten.
Es sollte uns gehörig wundern, wenn sie sich dem nachvollziehbaren Anliegen der eigentlichen Protagonisten verschließen würden.