Senioren: Zweierlei Maß bei Normen für DM im Winter und Sommer

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(???/Mönchengladba
ch/Krefeld, 22. Oktober 2017) Noch steht der Termin für die Deutschen Hallenmeisterschaften mit Winterwurf 2018 der Senioren/innen in den Sternen. Aber was nicht ist, kann ja womöglich noch werden. Jedenfalls hätte der für LAZ Obernburg-Miltenberg startende Dietmar Keller (*1941) aus Nürnberg sie auf seiner Agenda. Natürlich auch die Stadion-Titelkämpfe vom 29.Juni bis 01.Juli 2018 im Grenzlandstadion von Mönchengladbach. Dabei stellte er Erstaunliches, richtiger: Absonderliches, beim Vergleich der Normen fest. Bei seinem aktuellen Leistungsstand könnte er in wo auch immer beim Hochsprung, Kugelstoßen und Hammerwerfen teilnehmen, später durchgängig unter freiem Himmel am Niederrhein jedoch nur noch in einer Disziplin. Das lohnt bei bekennenden Vielstartern gerade im oberen Senioren-Alter, wo Spezialisten eher Exoten sind, den Aufwand der Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten nicht.

Elementare Frage: Hallen- und Winterwurf-DM ein Muster ohne Wert?

Es wirft allerdings noch mehr die elementare Frage auf, ob Hallen-/Winterwurf-Meisterschaften gegenüber denen ausschließlich unter – hoffentlich – sommerlichen Bedingungen lediglich Titelkämpfe 2. Klasse, also ein Muster ohne Wert, sind? Dem steht jedoch international entgegen, dass es auch hier Europa- und Weltmeisterschaften gibt – und das verrückterweise in der Wohlfühlatmosphäre für Sport-Touristen aus aller Herren Länder in einer gänzlich normenfreien Zone.
Nun hat weder er, das „Keller-Kind“, noch wir flächendeckend überprüft, ob auf die DM bezogen  derartige Ungereimtheiten noch in anderen Altersklassen vorhanden sind. Das sollte jede/r für sich selber kontrollieren. Besser noch der gewählte Senioren(ver)sprecher und sich dafür  auf der Herbstsitzung des Bundesausschuss‘ Senioren am 03.November 2017 in Darmstadt vehement einsetzen, dass dieses Messen mit zweierlei Maß für exakt dieselben Disziplinen abgeschafft wird.

Zwei zuckersüße Fälle für den „Götterboten“

Und gleich den überlegungswerten Vorschlag von Dietmar Keller mit, ob’s bei über 80-Jährigen in biologisch bedingt sich ausdünnenden Feldern überhaupt noch Qualifikationsleistungen bedarf? Aber auf die dem eigentlichen Sinn gemäßen Aktivitäten des „Götterboten“ Alfred
Alf" Hermes gemünzt sind diesbezüglich erhebliche Zweifel angebracht. Der (un-)heimliche Verbandssprecher des DLV beschäftigt sich auf seiner Verharmlosungs- und Verlinkungsnetzseite lieber mit den italienischen Senioren-Rekorden. Wem keine eigenen Themen einfallen, der muss halt in die Ferne schweifen. Wie so oft bei ihm, dieser Karikatur und Sitcom-Figur (siehe Alf, dieses bevorzugt Katzen fressende außerirdische Wesen) eines Interessenvertreters.
In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag und eine energiegeladene 43. Kalenderwoche im vermeintlich „Goldenen Herbst“!