Freimütiger Freimuth bediente sich nach Gutsherrenart im Internet

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Ratingen/Krefeld, 03. Juli 2014)
Woher er diese Information hat, womöglich aus unserem Beitrag „Kleine Hommage an…“ vom 01. Juli, entzieht sich unserer Kenntnis. Fakt ist allerdings, dass sich Zehnkämpfer Rico Freimuth vom SV Halle ganz seinem Nachnamen gemäß freimütig nach Gutsherrenart im Internet bedient hat. Wie Hans-Peter Skala aus Ratingen beklagt, kupferte der freigeistige 26-Jährige aus der im Netz veröffentlichten Fotoschau des Sportfotografen vom Ratinger Mehrkampf-Meeting vier Bilder ohne dessen Einverständnis und Quellenangabe ab, stellte sie auf seine Facebook-Seite. Der Olympiasechste von 2012 sollte als Sportsoldat der Bundeswehr vom Rechtskundeunterricht in der Grundausbildung eigentlich wissen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, in dem sich jede/r nach eigenem Belieben gütlich tun kann.
Das Internet-Portal von Skala mit der Bezeichnung www.skala.keepfree.de mag das zwar suggerieren. Doch sind herunter geladene Fotos ausschließlich für den persönlichen Gebrauch, also für das eigene Album, gedacht, nicht jedoch für eine (kostenlose) Weiterverbreitung. Davon kann bei einer Online-Stellung auf Facebook bei einem theoretisch nach Millionen zählenden Auditorium nun wahrlich keine Rede sein. Denn hier ist wiederum dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Bis hin zu allen möglichen Publikationsorganen, die für sich eine preiswerte Quelle zur Weiterverwendung erschließen (könnten). Dies geht dann zwangsläufig zu Lasten von Sportfotografen, die schon genug mit so genannten „Selfies“ prominenter Sportler und an Zeitungen gesandte Leserfotos, die für ein geringes Honorar liebend gerne verwandt werden, zu kämpfen haben. Nicht selten die eigene Existenz bedrohend. Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) weiß bei seinen Tagungen ein traurig’ Lied davon zu singen.
Lampis, namentlich der Autor, der sich als Sportjournalist, indes bei Textbeiträgen, auch schon mit „Wilderern in seinem Revier“ auseinander setzen musste, hat dem Ratinger getreu dem Motto „Wehret den Anfängen“ geraten, Freimuth virtuell gehörig auf die diebischen Finger zu klopfen. Und wenn er da auf tauben Ohren stoßen sollte, einen Fachanwalt für Medienrecht einzuschalten.

Redaktionelle Anmerkung (20:30 Uhr): Nach einem E-Mail-Schriftverkehr zwischen Hans-Peter Skala und Uwe Freimuth, der Vater des Zehnkämpfers, sagte dieser zu, dass die vier strittigen Bilder von der Facebook-Seite seines Sohnes gelöscht würden. Skala betont zudem, dass unser Kommentar nicht in seinem Sinne war. Muss er aber auch nicht.