Ein bisschen unnützes Wissen zum "Internationalen Übersetzertag"

(Rugao/Krefeld, 30. September 2017) Leise weinend eingeräumt, dass die auf die Senioren-Leichtathletik reduzierte Nachrichtenlage derzeit nicht allzu viel Substanzielles hergibt, um unserem Credo der täglich neuen Meldung gerecht zu werden. Nun könnten wir natürlich von den 20.Asien-Meisterschaften der Masters berichten, die vorgestern im chinesischen Rugao zu Ende gegangen sind. Aber mal Hand – auch aufs eigene – Herz: Wen interessiert das hier zu Lande? Das dürfte ungefähr so spannend sein, als würden wir kundtun, dass am Zentralfriedhof von Peking ein Eimer mit Wasser umgefallen wäre. Also lassen wir das, verbreiten an Stelle dessen ein bisschen unnützes Wissen mit ein wenig Unterhaltungswert.
Mittlerweile ist jeder Tag, vielleicht mit Ausnahme des nur alle vier Jahre im Olympiazyklus vorkommenden  
29.Februar, mit irgendetwas Besonderem (?) belegt. Nennt sich dann Internationaler Tag oder Welttag für XYZ. Heute ist beispielsweise der Internationale Übersetzertag". Wem nützt der, wem hilft der, wen interessiert der? Drei rein rhetorische Fragen. Niemanden, behaupte ich jetzt mal schlankweg! Aber es geht noch viel sinnfreier.

Aus dem Kuriositäten-Kabinett: Heutiger „Tag des Kaugummis“ auch für Carlo Ancelotti

Denn neben den erwähnten offiziellen, bei Wikipedia und sonst wo gelisteten „Feiertagen“ gibt es auch solche aus dem Kuriosentäten-Kabinett. Der sich schon sehr bald verabschiedende September ist damit durchgängig gepflastert. Einsamer Spitzenreiter, wen wundert’s, ist auf diesem Sektor das einstmals gelobte Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die Vereinigten Staaten von Amerika. Komplett irre, für was die alles besondere Tage mit Mehrfachbelegung ausgelobt haben. Just heute begehen sie den „Tag des Kaugummis“. Den wird vielleicht auch der hingebungsvolle „Dauer-Kauer“ Carlo Ancelotti interessieren, der aktuell am Rausschmiss beim FC Bayern München zu kauen hat. Doch höchstens aufs Ego bezogen. Das Schmerzensgeld wird beträchtlich sein. Mitleid wäre fehl am Platze.
Den „Internationalen Tag des Rechts auf Wissen“ (28.September) haben wir leider knapp verpasst. Allerdings muss dafür eh jede/r selber Sorge tragen, seinen geistigen Horizont zu erweitern. LAMPIS ist dafür schon mal eine brauchbare Adresse, wie gerade wieder bewiesen wurde.