Team-DM: Veranstalter DLV kam erneut seinen Pflichten nicht nach

(Kevelaer/Darmstadt/Krefeld, 12. September 2017) Es ist alles wie gehabt: Der sich selbst rühmende – Achtung: Satire – , von  Gott begnadete und vom Himmel gefallene Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit Feudalsitz in Darmstadt behandelt seine mitgliederstärkste Fraktion, die Senioren/innen, mal wieder mit der größtmöglichen Geringschätzigkeit. Nicht nur bei der Plakatierung (wir berichteten mehrfach). Es dauerte geschlagene rund 41 Stunden nach Beendigung der Team-DM am Samstag im Hülsparkstadion in Kevelaer, bis die Ergebnislisten gestern etwa gegen 11 Uhr auf der Verbandsnetzseite online gestellt wurden. Halten wir zum besseren Verständnis noch einmal fest, dass der DLV ungeachtet regionaler und örtlicher Ausrichter der, wie bei allen nationalen Titelkämpfen, Veranstalter war. Mithin hat er eine Bringschuld. Und zwar nicht irgendwann, sondern zeitnah. Das der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) schon eher mit den Resultaten heraus war, müsste einem „dummen Menschen“ erst einmal mitgeteilt werden und entbindet den DLV nicht von seiner originären Pflicht. Basta!

Eigentlich gebührt Schmidt Hausverbot im Hülsparkstadion

Was weiterhin vielen offiziellen Vereinsvertretern, den Aktiven wird es herzlich egal gewesen sein, höchst unangenehm auffiel, dass kein hoher Würden- und Bürden-Träger des DLV als Abgesandter vor Ort im Wallfahrtsort am linken unteren Niederrhein war. Das hätte durchaus der Erleuchtung dienlich sein können. Der anwesende westfälische Seniorenwart Hans Schmidt (im Bild) aus Menden in Westfalen als gewählter Sprecher aller Kollegen/innen kann es kaum gewesen sein und dafür herhalten. Der Mann hat sich hinsichtlich der Wertschätzung der Team-DM, als DAMM  Keimzelle der Seniorenbewegung in der Leichtathletik, wie kein Zweiter disqualifiziert, müsste er im Hülsparkstadion eigentlich Hausverbot haben.
Denn den Nachholtermin für die im Frühjahr 2015 in Gladbeck ausgefallenen Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften hat er in einer nicht zu überbietenden „Genialität“ (richtiger müsste es Tölpelhaftigkeit heißen), einen Tag nach dem DAMM-Finale am 05.September 2015 in Kevelaer ge- und verlegt. Als unausbleibliche Folge daraus wurde im Nattenberg-Stadion zu Lüdenscheid das sonst übliche Teilnehmerfeld ziemlich genau halbiert. Das geschah Schmidt zwar Recht. Aber die Gelackmeierten waren letztendlich die Athleten/innen, die um eine qualitativ hochwertige Startgelegenheit sowie die Besseren unter ihnen um Titel- und Medaillenchancen geprellt worden sind.
Das musste bei diesem Anlass einfach noch einmal erwähnt werden. Da wir sehr nachtragend sind, vermutlich nicht letztmals.