Österreich gewann allen Unkenrufen zum Trotz 6. Interstate Masters

(Ptju/Zella-Mehlis/Krefeld, 27. August 2017) Unverhofft kommt oft! Dieser kurzsilbige Spruch ist wohl mehr dem Reim geschuldet. Bisweilen trifft er dennoch zu. Der hammerwerfende Mannschaftskapitän Gottfried Gassenbauer (im Bild) hatte aufgrund großer Aufstellungsprobleme kategorisch ausgeschlossen, dass die Österreicher bei der sechsten Auflage die „Interstate Masters“ mit Gastgeber Slowenien, Kroatien, Ungarn, Tschechien und der Schweiz würden zum fünften Mal in Serie gewinnen könn(t)en. Der 59-jährige Wiener hatte die Tschechen favorisiert. Doch nix da! „Felix Austria“ gewann gestern in Ptju den vom  EVAA-/EMA-Ehrenpräsidenten Dieter Massin aus Ahlen gestifteten und überreichten Wanderpokal, womit sie ihn endgültig in ihren Besitz nehmen durften. Massin seinerseits muss nun einen neuen „Pott“ spendieren. Die Zahl sechs sollte nochmal eine Rolle für ihn spielen. Denn der 76-jährige Wahl-Westfale aus der einstigen Zechenstadt am Rande des Ruhrgebietes durfte sich am gleichen Tag über die heimische Kunde des sechsten Enkelkindes freuen. Was uns zu der Plattitüde veranlasst: Dieter, der Massin-Massen-Opa. Endstand: 1. Österreich 363,5 Punkte, 2. Tschechien 328, 3. Ungarn 318,5, 4. Slowenien 266,5, 5. Kroatien 201, 6. Schweiz 160,5.

Winzige acht Punkte entschieden in der W60 über Sekt oder Selters

Ganz offensichtlich erwies sich die vor Wochen erlittene Kapselverletzung an der linken Wurfhand von Allrounder und Weltrekordler Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching doch als nachhaltiger. Er musste sich bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf an diesem Wochenende in Zella-Mehlis mit 4.322 Punkten zufrieden geben, um dennoch die M50 mit 792 Zählern Vorsprung zu gewinnen. Er hätte auf den Speerwurf (778 P.), seine schwächste Disziplin, quasi verzichten können. Trotz Beeinträchtigung eben hier zu Lande immer noch eine Klasse für sich.
Die knappste Entscheidung gab es in der W60. Winzige acht Punkte entschieden hier über Sekt oder Selters. Claudia Vollert (*1953) von der LG Radolfzell war mit 3.352 zu 3.344 Punkten die Glückliche vor Christel Junker (*1954) vom MTV Aurich.
Vorab geht es mit diesem Link zu der kruden, wild nach Tagen, Altersklassen und Geschlecht durchgemischten Online-Ergebnisliste. Schlechterdings eine arge Zumutung für professionelle Betrachter und Kiebitze.
Auf beide Ereignisse werden wir morgen in jeweils eigenen Beiträgen noch eingehen.

Redaktioneller Hinweis auf Sinas Tagebuch im Schaufenster Flurfunk.