Für EMA-Statistiker Ivar Söderlind ist Schnelligkeit keine Hexerei

(Umeå/Krefeld, 07. April 2017) Schnelligkeit ist keine Hexerei. Das hat sich leider noch nicht bis überall hin herum gesprochen. Beispielsweise bis Eugene/USA zu Sandy Pashkin, die Statistikerin des globalen Senioren-Dachverbandes World Masters Athletics (WMA). Die Dame mit dem beziehungsreichen (?) Spitznamen „Puschkin“ schlägt das Tempo einer über 100 Jahre alten Riesenschildkröte an. Untertrieben formuliert. Der krasse, positive Gegenentwurf dazu ist ihr europäischer Amtskollege Ivar Söderlind (Umeå/S). Statt gepanzertem Urzeit-Reptil kommt er mit der Zuverlässigkeit und Sicherheit einer Volvo-Limousine aus Schwedenstahl daher. Stand 04.April 2017 sind auf der Netzseite der European Masters Athletics (EMA) die erzielten Europarekorde der erst zehn Tage zuvor im südkoreanischen Daegu zu Ende gegangenen 7.Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf gelistet. Es waren zwölf an der Zahl, davon neun zugleich Weltrekorde. Der Anteil der nur rund 50 deutschen Teilnehmer (69 Gemeldete) beträgt immerhin 33,33 Prozent oder vier von zwölf. Namentlich sind dies Gudrun Mellmann (W75) im Gewichtwurf, Roland Gröger (M50) über 400 Meter und Klemens Grissmer (M65) im Weitsprung sowie im Fünfkampf. Alle zugleich Weltrekorde.
Bei Söderlind erfährt der ausgewiesene und bekennende Freund der Statistik noch ein wenig mehr. Nämlich im Vergleich dazu die Rekorde der beiden Vorgänger-Titelkämpfe auf europäischem Boden. 2014 in Budapest (Ungarn) waren es 47 Europa- und 53 Weltrekorde, 2012 in Jyväskyla (Finnland) 47 und 25. Klingelt‘s?  Ohne dem Götzen „Rekordwahn“ zu huldigen, unterstreicht das unsere These, dass die „Asiatischen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung“ durch die Bank gesehen ein bescheidenes Niveau hatten. Das ist Fakt, hat nichts mit Nörgelei und Miesmacherei zu tun. Noch ein interessanter Aspekt: Alle neun Weltrekorde wurden von Europäern aufgestellt. Dabei waren neben Deutschland auch alle anderen Spitzen-Nationen in der Senioren-Leichtathletik stark unterrepräsentiert.
Wem es immer noch nicht dämmert, dem ist nicht zu helfen.