Verwirrspiel um die immer selbe "Hammerfrau" mit wechselnden Namen

(Kienbaum/Krefeld, 04. Februar 2017) Es mutet an wie eine Geschichte aus dem Bereich von Märchen und Sagen. Ein Athletin mit dem in der Hammwerferinnen-Szene bis dahin unbekannten Nachnamen Hilbig taucht scheinbar einer Erscheinung gleich aus dem Nirwana auf und verbessert mal eben beim ersten saisonalen Freiluft-Wettkampf den deutschen Rekord in der W40. So geschehen mit 52,38m bei den Norddeutschen Winterwurf-Meisterschaften im Leistungszentrum Kienbaum. Die vorherige Bestmarke hielt seit Juni 2015 die Mutter von Zwillingen, Betina Gabler (*1971) aus München mit 49,88m. Nun liefern zu Hilbig der Vorname Kirstin, das Geburtsdatum 20.Januar 1977 und der Verein VfR Evesen weitere Auf- und Rückschlüsse. Dahinter verbirgt sich keine andere als Kirstin Münchow (im Bild), die unter ihrem Mädchennamen eine der Pionierinnen des Hammerwurfs hier zu Lande  war und bei den Olympischen Spielen 2000 im australischen Sydney mit dem deutschen Rekord von 69,28m die Bronzemedaille gewann.
Zugegeben: Nicht ganz so leicht bei der Mutter eines Sohnes, wozu Ex-Hammerwerfer Holger Klose von Eintracht Frankfurt der Vater ist, im wechselnden Familienregister den Durchblick zu behalten. Denn nach der Verheiratung wurde die gerade 40-Jährige zwischenzeitlich unter dem Ehenamen Klose geführt, den sie nach der Scheidung wieder ablegte. Nunmehr hat sie also irgendwann in jüngerer Vergangenheit wieder im Hafen der Ehe angedockt und heißt jetzt halt Hilbig, was auch weiterhin mit gewissen Risiken bei legitimierten Partnerschaften verbunden ist. Obwohl die gelernte Schaufenstergestalterin und spätere Physiotherapeutin 2013 ihre Karriere offiziell für beendet erklärte, hat sie nie so richtig aufgehört, gewann 2015 bei der Senioren-WM in Lyon (Frankreich) mit der griffigen Weite von 55,77m den Titel in der W35.
Was lernen wir daraus: Leistungen von ihr gibt es bislang unter Münchow, Klose, Münchow und Hilbig. Dazu noch ein Schmankerl: In der DLV-Rekordliste der W 35 werden unmittelbar hintereinander Kirstin Hilbig im Gewichtwurf (16,09m) aus 2016 und Kirstin Münchow im Wurf-Fünfkampf (3.729 Punkte) aus 2012 geführt. Fortsetzung des Verwirrspiels nicht vollends ausgeschlossen.
Künftighin also bei den schon genannten Erkennungszeichen bei etwaig anderem Nachnamen stutzig werden. Oder abwarten, bis wir als Senioren-Netzseite mit dem Schwerpunkt Stoß/Wurf zur Aufklärung unserer geschätzten Klientel allumfassend darüber berichten.