Ein in Stein gemeißelter Zeitplan mit vielen Ungereimtheiten

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(Dortmund/Gladbeck/Krefeld, 15. Juni 2014) Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert. Soll heißen: Trotz zahlloser Einwände der betroffenen Athleten hat sich seit Jahren an dem in Stein gemeißelten Zeitplan der mittlerweile Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften nichts geändert. Klar, dass nicht alle exotischen Wünsche von Mehrfachstartern bei einer Tagesveranstaltung in Einklang gebracht werden können. Aber es sollte sich bis zum Verbandssitz des FLVW in Dortmund herum gesprochen haben, dass die Kombination Kugel/Diskus nach 100/200 Meter der Klassiker schlechthin ist. Zwei besonders krasse Beispiele in beiden Richtungen, wie sich das bei den heutigen Titelkämpfen im Stadion Gladbeck darstellt: M30/35: Diskus 10 Uhr, Kugel 16 Uhr; M50/55: Diskus 11:30 Uhr, Kugel 12:00 Uhr. Hier abgammeln ohne Ende, dort Überschneidung. Verrückter geht’s nimmer mehr. Dabei hätten die Zeitplan-Verunstalter allen Grund, die Werfer zu hofieren. Denn sie stellen bei der Minorität der Einzeldisziplinen (vier gegenüber elf) in der Relation die Majorität der Starts (282 zu 521). Ganz übel wird den Kugelstoßern der M 70 – 80 mitgespielt. Sie müssen in einem gemeinsamen Wettbewerb mit 24 (!) Teilnehmern antreten. Wofür gibt es eigentlich einen frühzeitigen Meldeschluss, wenn doch nicht auf die Gegebenheiten reagiert wird? Aber mit den „Alten“ kann man's ja machen. Boykottieren sollten sie diesen Schwachsinn und ihr Startgeld zurück verlangen!