Rolf Geese verbesserte beim 4.SHC den Zehnkampf-Weltrekord der M70

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(Stendal/Krefeld, 30. Mai 2016) Wenn die Messlatte Jahr für Jahr höher gelegt worden ist, wird es irgendwann einmal schwer sie zu überqueren. Der Stendaler-Hanse-Cup scheint die Gesetze der Schwerkraft in der Leichtathletik mit Leichtigkeit auszuhebeln. Auch bei der vierten Auflage dieser hochkarätigen Veranstaltung in der Altmark von Sachsen-Anhalt gab es ein Rekordfestival, einschließlich der quasi prognostizierten globalen Bestmarke. Die stellte allerdings nicht der dafür in erster Linie ausgeguckte Schwede Matthias Sunneborn (*1970) im Zehnkampf der M45 auf. Das war vielleicht auch ein wenig zu kühn, eingedenk zu knackender 7.687 Punkte. Mit 7.115 Zählern langte es „nur“ zu einem Landesrekord. Den ganz großen Coup landete vielmehr Rolf Geese (*19.02.1944) von der LG Göttingen, bereits Weltrekordhalter in der M65 (7.837) und zuvor auch in der M60, ehe ihn „Stabi“ Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen, diesmal als Solist in seiner Schokoladen-Disziplin am Ablauf, just in Stendal 2014 mit 8.123 Punkten ablöste. Der bereits im dritten Jahr der M70 angehörende 72-jährige Niedersachse steigerte die elf (!) Jahre alte Bestmarke (7.678) von Phil Shipp aus den USA auf erdrutschartige 7.943 Punkte. Daran kann es logischerweise nichts zu mäkeln geben. Allenfalls, dass ihm der 8.000er-Gipfel denkbar knapp versagt blieb. Die 57 Pünktchen lassen sich überall und nirgends finden. Saldiert ist saldiert, die Wertung bleibt unumstößlich.
Weitere Schlaglichter: Ein Beinahe-Europarekord durch Anja Akkerman-Smits aus den Niederlanden im Siebenkampf der W60 mit 5.882 Punkten, die ihre eigene Bestmarke (5.885 laut EMA-Rekordliste) um winzige drei Zähler verfehlte, deutscher Rekord im Stabhochsprung der W70 durch Karin Förster vom LC Paderborn mit 2,20 Meter sowie weitere Klasseleistungen in Hülle und Fülle bei den Mehrkämpfen wie Einzelwettbewerben im Rahmen der Internationalen Altmark-Meisterschaften der Senioren/innen.
Klarer Fall und in der Natur der Sache liegend, dass nicht alle Blütenträume reiften. Gleichwohl resümierte Veranstaltungsleiter „Siggi“ Wille plakativ und prägnant: „Gewonnen haben alle!“ Inklusive des großen Organisationsstabes, der einmal mehr ganze Arbeit zum Wohle der Aktiven leistete und sogar ein heißen Draht zum Wettergott hatte. Mehr zum Ereignis auf der Netzseite des Stendaler LV und einem späteren Erlebnisbericht in unserem Schaufenster „Flurfunk“.
Fußnote: Klären wir vorsorglich gleich unsere Bildunterschrift zum Mitdenken auf. Bei den 80m Hürden stehen acht Hindernisse im Weg plus der verbleibenden neun in den übrigen Disziplinen. Das macht nach Adam Riese insgesamt 17.