DAMM-Rangliste des DLV eignet sich nur für elektronischen Schredder

(Darmstadt/Krefeld, 20. Juni 2019) Na, immerhin! Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) veröffentlicht auf seiner Netzseite eine aktualisierte DAMM-Rangliste per Zwischenstand vom gestrigen Tage. Darin wurden einige, aber längst nicht alle 14 Fehler berichtigt, die Dieter Krumm in einer E-Mail an die DLV-Wettkampforganisation aufgezeigt hatte (wir berichteten). Doch nicht genug damit – es kamen zehn weitere hinzu. Das jetzt alles aufzudröseln, würde entschieden zu weit führen. Nur mal so das Gravierendste: Die Stg Nutrixxion Masters hat in der M/W30 keine zwei Mannschaften, sondern lediglich je ein Team, das zwei Durchgänge absolviert hat. Barer Unsinn ist ferner, dass alle Vereine, die bereits 2018 Qualifikationsergebnisse erzielt haben, diese schnellstmöglich über ihren Landesverband einreichen mögen. Nicht in Bockshorn jagen lassen, vielmehr lediglich Resultate von 2019 weitermelden.

Kontrolliert eigentlich keiner die erstellten Tabellenwerke?

Wer kontrolliert eigentlich den hausintern fabrizierten feuchten Humus? Tipp: Die Putzfrau ist dazu ungeeignet. Oder gilt auf der Geschäftsstelle in Darmstadt der Vorgesetzten-Spruch: Herr Soundso, Sie sind mein bestes Pferd im Stall..., Sie machen den meisten Mist! Gerade Tabellenwerke gehören auf etwaige Fehler dreimal gegen gelesen. Tunlichst von verschiedenen Personen.
Derweil hat LAMPIS-Mitarbeiter Dieter Krumm die nachfolgende Rangliste in der ihm eigenen Art penibel genau erstellt. Berücksichtigt sind alle offiziell angemeldeten und veröffentlichten Durchgänge. Insofern schenken wir uns folglich Floskeln wie „Ohne Gewähr“ oder „Kein Anspruch auf Vollständigkeit“. Diese Fleißarbeit ist authentisch und das Pamphlet vom DLV für den elektronischen Schredder. So einfach ist das.
Hinweis: Diesen für das Fenster „Ergebnisse“ gedachten Beitrag stellen wir zunächst in die unsere Seite aufmachende Nachrichtenspalte.

DAMM-Rangliste 2019, Zwischenstand 19. Juni 2019 (84 Mannschaften) 

Senioren


M30: 1. LAC Lübeck 9.201, 2. StG Saarmasters 8.923, 3. Stg Saale-Express 8.889, 4. LG Kindelsberg-Kreuztal 8.820, 5. StG Nutrixxion Masters 8.768, 6. LAC Essingen 8.520, 7. StG Essen-Rhede 8.424, 8. StG Lingen-Nordhorn-Osterbrock 8.137, 9. LAV Elstertal Bad Köstritz 8.118, 10. StG Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 7.885, 11. StG Planeta-Elbland 7.381, 12. LSG Sbr.-Sulzbachtal 6.079.
M40: 1. LG Kindelsberg-Kreuztal 9.560, 2. StG Planeta-Elbland I 9.280, 3. StG Südbaden 9.066, 4. LG Neiße 9.046, 5. StG Ostwestfalen-Lippe 8.510, 6. LBV Phönix Lübeck 8.151, 7. StG Planeta-Elbland II 7.293, 8. LG Saar 70 7.261.
M50: 1. LAC Essingen  9.991, 2. LG Kindelsberg-Kreuztal I 9.714, 3. StG Essen-Rhede 9.712, 4. StG Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 9.530, 5. StG Rhein-Sieg Senioren 9.464, 6. StG Pfalz Masters 9.402, 7. LG Eder 9.390, 8. Team StG Ostsee 9.277, 9. LG Elmshorn 8.905, 10. LG Kreis Verden 8.503, 11. LG Kindelsberg-Kreuztal II 8.135, 12. StG SF Neukieritzsch 6.905.
M60: 1. StG Hünxe-Bedburg-Duisburg 7.627, 2. LAC Quelle Fürth 7.208, 3. StG Werther/Brackwede/Kirchlinde 7.187, 4. LG Kreis Verden 6.845, 4. StG Saarmasters 6.845, 6. TV Hechtsheim 6.832, 7. LAG Obere Murg 6.317, 8. LG Neiße 5.726, 9. LAC Essingen 5.638,10. StG Markkleeberg-DHfK-TSC Leipzig 5.400.
M70: 1. StG Hünxe-Bedburg-Duisburg 7.103, 2. StG Team Stormarn 7.078, 3. LAC Quelle Fürth 6.916, 4. LG BEC 6.910, 5. StG Hamburger Jungs 6.817, 6. Pulheimer SC 6.644, 7. LG Neiße 6.058, 8. LG Stadtwerke München 5.927.


Seniorinnen

W30: 1. StG Nutrixxion Masters 7.178, 2.Hamburger Sportverein 6.871, 3. StG Brinkum-Barßel-Friedrichsfehn 6.586 Punkte, 4. StG Equipe Saar I 6.541, 5. StG Regio Aachen 6.482, 6. StG Ruhr-West 6.353, 7.TSV Friedberg 6.327, 8. LG Bamberg 6.107, 9. StG AG Vorwärts Frankenberg 5.961, 10. StG Planeta-Elbland 5.485, 11. StG Equipe Saar II 4.473.
W40: 1. LG Neiße 6.025, 2. TSV Bayer 04 Leverkusen 6.015, 3. StG Mittel-Unterfranken 5.957, 4. StG SF Neukieritzsch 5.823, 5. HNT Hamburg 5.759, 6. TSV 1850/09 Korbach 5.742, 7. LC Paderborn 5.738, 8. TSV Trittau 5.453, 9. LAV Elstertal Bad Köstritz 5.372, 10. StG Planeta-Elbland 4.805.
W50: 1. StG SF Neukieritzsch 5.619, 2. LG Kreis Verden 5.415, 3. StG LAC Quelle / SWC Regensburg 5.390, 4. StG Witten-Annen/Bochum 5.309, 5. StG Markkleeberg-Torgau-Taucha 5.205, 6. StG Breisgau Team 5.065, 7. FC Erzgebirge Aue 4.870, 8. LC 72 Altenkessel 3.794.
W60:1. LG Neiße 5.488, 2. Düsseldorfer Turnverein 5.475, 3. StG Hamburg-Harburg 5.310, 4. StG Nord-West Hamburg 4.192, 5. StG Pulheim-Straberg 3.850.

124 Startwillige bei den Senioren-Wurfmeisterschften in Bayern

(Schweinfurt/München/Krefeld, 19. Juni 2019) Ausgesprochen pfiffig. Nicht alle, aber einige Leute im Freistaat jenseits des Weißwurstäquators. Der Bayerische Leichtathletik-Verband (BLV) mit Sitz in München geht mit im digitalen Zeitalter der schnellen Nachrichten-Übermittlung und des gewachsenen Informationsbedürfnisses. Bereits während des laufenden Nennungsverfahrens bis hin zum gestrigen Meldeschluss für die isolierten Senioren-Landesmeisterschaften Stoß/Wurf am 29.Juni 2019 in Schweinfurt (Lauf/Sprung fand bereits in Herzogenaurach statt) war der jeweils aktualisierte Stand der Dinge online zu verfolgen.

Norbert Demmel deckt die gesamte Palette ab

Insgesamt haben 124 potenzielle Teilnehmer/innen aus 62 Vereinen zu 294 Starts ihre Visitenkarten abgegeben. Solche mit über die Szene und den regionalen Tellerrand hinaus klangvollen Namen sind auch darunter. Stellvertretend sei Wurf-Allrounder Norbert Demmel (*1963) vom TuS Unterhaching genannt. Wie es sich für einen Fünfkampf-Weltrekordler gehört, deckt er natürlich die gesamte Palette der vier klassischen Disziplinen Kugel, Diskus, Speer und Hammer in der M55 ab.
Doch zu einer Vorschau kommen wir später noch. Vorab so viel, dass ab der M50 aufwärts die Felder sehr ordentlich besetzt sind. Besonders bemerkenswert die Meldezahlen in der M75 und 80 mit unter dem Strich je 30 Starts. Beim Diskuswurf der M75 (11) müssen gar die besten Acht nach dem Vorkampf ausgefiltert werden. – Für detailverliebte Statistikfreunde mehr unter diesem Link.

Neustädter Kugel-Cup ein gelungener Mix aus Sport und Spektakel

(Neustädt/Krefeld, 17. Juni 2019) Er war das versprochene Spektakel mit Volksfestcharakter in Wohlfühlatmosphäre (siehe Vorschau), der von DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf vom Eisenacher LV aus der Taufe gehobene und am vergangenen Wochenende zum dritten Mal veranstaltete Neustädter Kugel-Cup. Gekonnt durch das bunte Programm von Senioren-Spitzenleistungen, Jedermann-Schnupperkurs und Sportartikel-Trödelmarkt führte vor rund 150 Schaulustigen der Mikrofon-erprobte Ansager Hardy Gnewuch aus Halle an der Saale, von Kugelstoß-Überflieger Andy Dittmar (Gotha) als Stimmen- und Stimmungsgott bezeichnet. Fürwahr keine schamlose Übertreibung. Den Mann habe ich mehrfach live bei Spezial-Meetings in den neuen Bundesländern erlebt. Der hat Entertainer-Qualitäten, versteht es bei seiner Anmachkunst mit flotten Sprüchen Publikum und Athleten gleichermaßen zu pushen.

Gehörloser Christoph Bischlager stieß mit 15,50m „Hausrekord“

Mitunter kann der gute Hardy ganz ohne den „roten Bullen“ sinnbildlich Flügel verleihen. Selbst einer, der in akustisch nicht wahrzunehmen vermag, profitierte irgendwie mit seinen anders gelagerten feinen Antennen von den ausgelösten Schwingungen und natürlich optisch von dem sich darbietenden Fluidum. Der Gehörlose Christoph Bischlager (*1983) von der LG Stadtwerke München bot mit einem Ausreißer auf den „Hausrekord“ von 15,50m die sportlich wertvollste und metrisch größte Weite, übertraf seine Vorjahresbestleistung (14,87m) mal eben um 63 Zentimeter.
Die Gunst der Stunde wusste auch die von Dittmar trainierte und gecoachte Carmen Hildebrand Hildebrandt (*1967) vom Ohrdrufer LV zu nutzen, die ein Jahr erwachsener geworden sich bei ihren 13,08m der Bestweite von 2018 (13,12m) bis auf vier Zentimeter näherte. Damit stieß sie sogar knapp weiter als ihr „Herr und Meister“.

Andy mit Links aus dem Stand

Denn der in Thüringen sehr populäre und beliebte Andy Dittmar beließ es trotz seiner Handgelenk-Entzündung nicht dabei, den „Gute-Laune-Bär“ und „Pausen-Clown“ zu geben, machte mit Links aus dem Stand mit und stieß 13,05m. Mal im Training zur Nachahmung empfohlen, was das Bewegungsgefühl mit der „falschen“ Hand so hergibt. Insidern muss nicht erklärt werden, dass die Kugel bis zur M45 7,26 kg wiegt.
Sei noch erwähnt, dass sich am Jedermann-Kugelstoßen 15 Männer und neun Frauen sowie beim Ultra-Steinstoßen (32kg) elf Männer und als einsame Frau Jana Müller-Schmidt beteiligten.    
Ergebnisse: Kugel, Senioren M35: 1. Bischlager 15,50m, 2. Dominik Lewin (*1980) LV 90 Erzgebirge 14,92m; M45: 1. Dittmar (*1974) BiG Gotha 13,05m, 2. Markus Kuhlmann (*1972) SuS 09 Dinslaken 12,70m, 3. Heiko Wendorf (*1970) Eisenacher LV 11,35m (pers. Bestleistung); M50: Andreas Deuschle (*1968) TG Nürtingen 14,74m.
Seniorinnen, W50: Carmen Hildebrandt 13,08m; W55: Jana Müller-Schmidt (*1964) SG Osterholz LA 13,70m.
Ultrastein, Männer: 1. Deuschle 5,48m, 2. Lewin 5,37m, 3. Bischlager 4,46m. – Frauen: Müller-Schmidt 2,74m.

DAMM: Bei den drei ausstehenden Durchgängen ist noch Dampf im Kessel

(Murr/Gröbenzell/Bad Salzuflen/Krefeld, 18. Juni 2019) Da kommt ja nochmal richtig Bewegung in die Rangliste der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) im Kampf um die begehrten Tickets für das Team-Finale Senioren am 21.September 2019 in München. Gerade erst hat sich in der W30 die Stg Nutrixxion Masters bei ihrem Nachbesserungsdurchgang in Troisdorf in einem wahren Tigersprung vom brotlosen siebten auf den ersten Platz katapultiert (wir berichteten). Doch das wird aller Voraussicht nach längst noch nicht das Ende der Fahnenstange an gravierenden Veränderungen bei den drei ausstehenden Durchgängen in Murr (fünf noch nicht gelistete Teams), Gröbenzell und Bad Salzuflen gewesen sein. Insbesondere bei den Lippischen Mannschaftsmeisterschaften in der westfälischen Kurstadt darf nach dem inzwischen bekannten Meldeergebnis ordentlich Dampf im Kessel erwartet werden.

Eine ganze Armada von Vereinen in einer Startgemeinschaft

In der M40 versuchen die StG Ostwestfalen-Lippe und in der M50 die LG Eder jeweils das bisherige Ergebnis zu übertreffen. Die StG Lingen-Nordhorn-Osterbrock greift in der M40 erstmals in das Geschehen ein. Premiere feiert auch auch die StG Ostwestfalen-Lippe mit einer M70-Mannschaft. In dieser StG sind zwei Leichtathletik-Gemeinschaften mit insgesamt 16 Vereinen und die TG Herford vereint. Bei den Damen der W40 treten der LC Paderborn und der TSV Korbach in der erklärten Absicht an, ihre Platzierungen zu verbessern. Dazu sollten sie in Bestbesetzung von ihrem Leistungsvermögen durchaus in der Lage sein. Neu dabei sind die W40-Damen der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen.
Mit den schon genannten weiteren ausstehenden Qualifikationen in Murr und Gröbenzell werden sich mindestens 94 Mannschaften in diesem Jahr an diesem Klassiker unter den Team-Wettbewerben beteiligt haben und damit zwei mehr als im Vorjahr. Womöglich zaubert der USV Halle noch einen Durchgang aus dem Hut, der bislang meist in der W50 und 60 vertreten war.

Manche hatten an diesem Wochenende die Qual der Wahl

(Zella-Mehlis/Berlin-Charlottenburg/Krefeld, 16. Juni 2019) Was in der Vorausschau in unserem gestrigen Beitrag Ende Juni zutreffen wird, hat sich aktuell gestern in Thüringen und der Bundeshauptstadt ereignet: Eine Interessenkollision mancher Athleten/innen bei den parallel stattfindenden Deutschen Senioren-Mehrkampf-Meisterschaften im Sportkomplex Arena „Schöne Aussicht“ in Zella-Mehlis und den heute zu Ende gehenden zweitätigen Norddeutschen Senioren-Meisterschaften im Mommsenstadion in Berlin-Charlottenburg. Da stellte sich halt die Frage, wo es die eigenen schöneren Aussichten zu geben versprach oder vor der Meldung schlicht bei einem Münzwurf die salomonische Entscheidung fällen zu lassen. Obwohl auch das letztendlich eine Hypothese ist, werden einige wie bei einem Rathaus-Besuch erst hinterher vermeintlich schlauer gewesen sein.
Die Endergebnisse der Mehrkampf-DM liegen bei Online-Stellung dieser Meldung um 16 Uhr erbärmlicherweise noch nicht vor, hingegen bereits die Zwischenresultate von den Norddeutschen.