Hallen- und Winterwurf-DM 2020 droht alsbald die ersatzlose Streichung

(Darmstadt/?/?/Zella-Mehlis/Baunatal/Krefeld, 19. November 2019) Wenngleich es noch fünf Wochen bis zum heiligsten aller Abende in der christlichen Kultur sind, brennt beim aufoktroyierten „Schutzpatron“ der Senioren/innen, dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt, bereits der Baum. Das von uns im Beitrag vom 23.Oktober 2019 beschriebene Schreckensszenario möglicherweise ausfallender nationaler Titelkämpfe nimmt bedrohliche Gestalt an. Dazu liegt uns die nachfolgende Brand-Rundmail von gestern 13:56 Uhr vom DLV-Senioren-Beauftragten David Deister vor:
„Hallo liebe Seniorenwarte/Masters-Beauftragte in den Landesverbänden, liebe Kolleginnen und Kollegen in den Geschäftsstellen & im BA Senioren,
hier ein Update: nach wie vor herausfordernd gestaltet sich die aktuelle Situation rund um die, Stand heute, sämtlich offenen diversen-reinen *Senioren DM in 2020*. Mit besonderem Blick auf das Nahziel *DM Halle Senioren*: Liegt bis Anfang Dezember dieses Jahres (06.12.) keine belastbare Absichtserklärung eines potentiellen Ausrichters vor, so wird diese Meisterschaft ersatzlos entfallen. Dies ist das Ergebnis einer internen Abstimmung, die unsere verantwortlichen Kollegen im Bereich *Wettkämpfe* zuletzt getroffen haben.
Leider kann ich auch heute nicht mit besseren Nachrichten aufwarten. Viele Grüße, David Deister“

Eine lapidare, blutleere Mitteilung

Sehr lapidar und blutleer! Warten
die (un-)verantwortlich handelnden Damen und Herren in trauter Einfalt tatsächlich darauf, dass ihnen gebratene Tauben in Form einer „belastbaren Absichtserklärung" (was muss die aushalten; den Dampfhammer?) in den geöffneten Mund fliegen? Da wäre vielmehr an allen Standorten mit Leichtathletikhallen Klinken putzen bei Vereinen angesagt. Einfach nur irre! Oder der ganz normale Wahnsinn a la DLV bei seinem fünften Rad am Wagen, den Talenten von gestern und vorgestern, die mit der größtmöglichen Geringschätzung abgefertigt werden.
Außerdem zeigt sich D.D. aus D. sehr schlecht informiert. Er schreibt in Bausch und Bogen von „sämtlich offenen diversen-reinen Senioren DM in 2020“ (noch so ein unsägliches Wortkonstrukt). Gemeint sind übersetzt die großen fünf deutschen Senioren-Meisterschaften „Halle, Stadion, Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf und DAMM“. Davon sind jedoch nach unseren Informationen aus zuverlässiger Quelle Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf (beide Zella-Mehlis) und DAMM (Baunatal; jetzt 19. anstatt 12.September 2020) schon in trockenen Tüchern (siehe Link).
Selbstverständlich schlimm genug, dass die Hallen-DM mit Winterwurf 2020 auszufallen droht. Aber vielleicht hat eingedenk dieses Alarmsignals der Nikolaus noch eine mildtätige Gabe für die ohnehin ständig gebeutelte Ü35-Generation in seinem Rucksack?
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ein beim Dachverband allzu häufig angewendetes Prinzip.

Auf der Netzseite der EMA wird Geschichtsverfälschung betrieben

(Krefeld, 18. November 2019) Auf dem Internet-Portal des kontinentalen Senioren-Leichtathletik-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) wurde in einer fünfteiligen Serie der allem Anschein nach in größeren Teilen untaugliche Versuch unternommen, die 40-jährige Historie der EMA und der bis 2014 namentlichen Vorgängerorganisation EVAA (das "Jubiläum" war übrigens schon im Vorjahr) Revue passieren zu lassen. Dabei ist nach Darstellung von EMA-/EVAA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen in Westfallen wohl in etlichen Punkten Geschichtsverfälschung betrieben worden.
Mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentlichen wir nachfolgend sein Protestschreiben an das EMA-Präsidium.

Forty years of European Masters Athletics

Liebe Council-Mitglieder, liebe Sportfreunde,

auf der Internetseite der EMA haben Sie in den letzten Tagen versucht, die Geschichte des europäischen Seniorensports in der Leichtathletik aufzuarbeiten.
In den Teilen 1 bis 4 der EVAA-/EMA-Geschichte sind gravierende Fehler, die ich aber nicht weiter fokussieren möchte; ich beziehe mich ausschließlich auf den Teil 5 (6. Nov. veröffentlicht), in dem falsche Angaben zu meiner Person und zu meinen Tätigkeiten gemacht werden.Darüber bin ich überrascht und auch enttäuscht, dass man sich bei Ihnen so wenig Mühe gemacht hat, Fakten zusammenzustellen.
Noch immer besteht Geschichte aus Fakten und nicht aus Interpretationen und Mutmaßungen, wie sie Ihr Mitarbeiter A.H. vorgenommen hat.
Im Detail:
1. Präsidentschaft Dieter Massin
Ich war von 2002 bis 2012 Präsident der EVAA und nicht von 2004 bis 2012, wie A.H. schreibt;
2. Report zur Generalversammlung in Ljubljana 2008
Dieses von A.H. aufgeführte wörtliche Zitat (in Anführungszeichen) stammt nicht von mir!
ad 1. ich bin 2002 in Potsdam zum EVAA-Präsidenten gewählt worden und habe sogleich festgestellt, dass der Verband (EVAA) nicht registriert war und somit keinen Rechtsstatus hatte; alle meine Vorgänger im Amt hatten es versäumt den Verband registrieren zu lassen. Sie sind 24 Jahre das Risiko eingegangen, bei Unfällen oder Schäden persönlich zu haften.
Ich habe daher sofort nach Amtsantritt eine Satzungsänderung eingeleitet und habe den Verband im Kanton Waadt eintragen lassen. Davon profitieren auch Sie heute noch (!). Diese Eintragung und Satzungserneuerung hatten zur Folge, dass ich meine Amtszeit selbst verkürzt habe und es in Aarhus 2004 zu Neuwahlen kam.
ad 2. in meinem Report zur General Versammlung in Ljubljana habe ich über das neue EVAA-Büro in Marathon (GRE) -2008- berichtet, siehe Punkt 1.4 auf Seite 8 und habe unter 2.1 auf derselben Seite beschrieben, welche Senioren 2005 (!) zum European Best Veteran gewählt worden sind.
Alle diese Fakten wurden von A.H. verdreht und falsch beschrieben.
Dagegen verwahre ich mich und fordere eine offizielle Richtigstellung.
Wenn Sie und auch A.H. nur die eigenen Veröffentlichungen richtig gelesen hätten, dann wären solche gravierenden Fehler nicht passiert. Das ist peinlich und eines internationalen Verbandes unwürdig.
Genauso unwürdig ist es, dass Personen, die Pionierarbeit in Europa und in der Welt geleistet haben, nicht einmal erwähnt worden sind.
Als Council haben Sie die Aufgabe und auch Verpflichtung alle Publikationen auf Richtigkeit zu kontrollieren und erst dann freizugeben. Das ist offensichtlich nicht geschehen, und so werden Personen beschädigt, die als Protagonisten für einen Verband tätig waren, dem Sie heute vorstehen und von deren Tätigkeiten Sie profitieren.
Ich gebe Ihnen Gelegenheit innerhalb einer Woche, also bis zum 14. November 2019, die oben genannten Fehler in allen Medien, die Sie bisher bedient haben, offiziell zu korrigieren und Verantwortung für Ihre Mitarbeiter zu übernehmen, die durch Publikationen dieser Art den Verband in Verruf bringen.
gez. Dieter Massin                                                                                                 Ahlen, 07. November 2019

Redaktioneller Hinweis: Es sind in den besagten Beiträgen der EMA im Nachhinein klammheimlich einige Korrekturen vorgenommen. Da es sich um gravierende Dinge handelte, hätte es unbedingt angemerkt werden müssen. Übrigens: Hinter den Initialen A.H. verbirgt sich der frühere DLV-Senioren(ver)sprecher und selbst ernannte Alleskönner Alfred Hermes.
   

Unsere Glosse zu Melde-/Ergebnislisten wirbelte ein wenig Staub auf

(Bad Vöslau/Frankfurt/Krefeld, 16. November 2019) Selbstverständlich bekommen wir von unserem Webhoster 1&1 Ionos täglich ausführliches, detailliertes Analysematerial mit Besucherzahlen und so weiter. Aber die sind anonymisiert. Insofern freuen wir uns über Rückmeldungen jedweder Art von leibhaftigen Personen, denen etwas bei uns gefällt oder – naturgemäß weniger gerne – missfällt. Aber da wir beinahe zwangsläufig nicht alles richtig machen, genehm können und wollen wir ohnehin nicht jedem sein, vermögen wir auch mit Anregungen und berechtigter Kritik umzugehen. Falls sie es unseres Erachtens nicht sein sollte, wehren wir uns halt in angemessener und gebotener Form. Wie zuletzt, als uns ein elektronisches Schreiben des Deutschland-Beauftragten aus Frankfurt „des Gott begnadeten, vom Himmel gefallenen“ Software-Dienstleisters Seltec im österreichischen Bad Vöslau durch den Äther ins Haus flatterte.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

Verständlicherweise war der Unternehmensvertreter (sein Name tut nichts zur Sache, wir wissen auch nicht, ob er genannt werden möchte) nicht entzückt von unserer Glosse. Aus seiner eingeschränkten Sicht durch die Firmenbrille nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ betrachtet auch sonnenklar, dass er dieses haarsträubende Durcheinander mit dem (un-)steten Wechselspiel von männlich und weiblich in Melde-/Ergebnislisten bei Senioren-Wettbewerben vehement verteidigte und als Offenbarung der jüngeren Zeitrechnung anpries. Da es Anstand und Stil gebieten zu antworten, habe ich ihm an unmissverständlichen Gegenbeispielen, sogar von Seltec (siehe Link), aufgezeigt, dass es sich bei deren neueren Version vielmehr um einen Offenbarungseid der Daten-Übermittlung handelt.
Darauf muss er womöglich kleinlaut geworden meinetwegen nicht mit Zustimmung reagieren. Es reicht mir/uns völlig, dass sich Lampis als Interessen-Vertretung der Senioren-Leichtathleten/innen mit denen im breit angelegten Konsens befindet. Denn wir haben Augen und Ohren an der Basis. Das wird jedoch häufig unterschätzt.

LVN ist bei Ü30-Generation keineswegs eine Insel der Glückseligen

(Düsseldorf/?/?/Leichlingen/Krefeld, 17. November 2019) Obwohl der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) als geografisch/sprachlich erste Hälfte von NRW anhand der Mitgliedszahlen über die gesamte Bandbreite mit 72.007 Aktiven und Passiven lediglich an fünfter Stelle im Bundesvergleich liegt, mischt er indes speziell bei den Senioren/innen von der Beteiligung an Wettkämpfen und den Erfolgen stets ganz vorne mit. Eine Insel der Glückseligen ist die Region dennoch nicht. Das offenbart ein Blick in den vor drei Tagen aktualisierten und auf der LVN-Netzseite veröffentlichten Rahmenterminplan 2020. Auch da gibt es bei der Ü30-Generation von den Schauplätzen, mithin der örtlichen Ausrichter, noch auf dem Meisterschaftssektor Niemandsland zu beklagen. Das sind mit dem NRW-Team-Finale (ehedem DAMM) am 03.Mai und den üblicherweise stark frequentierten Offenen LVN-Senioren-Meisterschaften am 11.Juni (Fronleichnam) die beiden bedeutendsten Veranstaltungen im Kalender. Da verschwindet doch hoffentlich nichts von der Bildfläche?!
Es sei jedoch noch der guten Ordnung halber erwähnt, dass zwei Termine und Austragungsorte für 2020 bereits fix sind: Die Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften am 12.Januar im Arena-Sportpark der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf und die Offenen NRW-Senioren-Winterwurf-Meisterschaften zum ultimativen Kehraus am 07.November an bewährter Stelle in Leichlingen im Bergischen-Land.

EMA-Präsident Kurt Kaschke operiert mit drei Heimatadressen

Kolumne

Moment mal

(Gütersloh/Freudenstadt/Lissabon/Krefeld, 15. November 2019)
Nehmen wir eine kleine Anleihe bei einem großen schwedischen Möbel-Hersteller von Fertigteilen zum Zusammenbauen daheim: „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ Aber wo? Diese Frage stellt sich bei Kurt Kaschke, dem Präsidialherrn des kontinentalen Senioren-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) mit angegebenem Sitz im schweizerischen Lausanne am Genfer See. Der Mann ist nach seinem ausgeprägten Selbstverständnis und –bewusstsein ein Kosmopolit, ein Wanderer, richtiger: Flugreisender, zwischen den Welten.
Solch einer wie er hat natürlich nicht nur eine Heimatadresse wie wir ganz normalen Bundesbürger. Das Impressum der EMA-Netzseite weist ihn mit Wohnsitz in Freudenstadt im Schwarzwald aus, auf dem immer noch selben Internet-Portal des Fensters „About EMA“ hat er sein Domizil angeblich im westfälischen Gütersloh. Beides schön ordentlich mit verschiedenen Straßennamen, aber derselben Festnetz-Telefonnummer, was jedoch allein bei unterschiedlichen Ortsvorwahlen schlechterdings nicht sein kann (das haben wir selbstverständlich jeweils durch Ausdrucke dokumentiert).
Jetzt kommt jedoch spornstreichs die dritte Variante aufs Tablett. Sonnen- und Reisekönig Kurt „Kuddel“ Kaschke erklärte kürzlich in einem in englischer Sprache im estnischen Tallin geführten, auf dem Videokanal YouTube ausgestrahlten Interview: „I’m living in Lissabon“ und anschließend – schon übersetzt – er müsse noch fleißig portugiesisch lernen.

Wo hat er denn nun seinen Lebensmittelpunkt?

Ja, wat nu? Wo lebt oder wohnt er denn nun, der K.K. aus Freudenstadt, Gütersloh und Lissabon? Gut, er muss in Person nicht latent für Doping-Kontrollen zur Verfügung stehen. Da ist er bei seinen gelegentlichen sportlichen Auftritten mit seinen Leistungen ziemlich unverdächtig. Aber in seiner repräsentativen Position sollte er einigermaßen verlässlich für Behörden, Verbände, Vereine, Athleten/innen und nicht zuletzt den Fiskus erreichbar sein. Letztere interessieren sich sehr wohl dafür, wo jemand für die entsprechende Besteuerung seinen dauerhaften oder zumindest überwiegenden Lebensmittelpunkt hat.
Drum merke, ausnahmsweise aus dem Englischen: „Big brother is watching you!“ (Der große Bruder beobachtet dich!). Um möglichen Missverständnissen vorzubeugen: Das sind freilich nicht wir mit unserem
bescheidenen Nischenengagement und bis zu 1.500 Lesern täglich. Darunter können indes durchaus auch Finanzbeamte sein.