Rainer Horstmann verfehlte den begehrten Viertausender um drei Punkte

(Lanaken/Krefeld, 15.Okotber 2018) Knapp daneben ist eben leider auch vorbei! Der WM-Dritte Rainer Horstmann (*1957) vom TSV Kirchlinde verfehlte Samstag beim Kampersmeeting auf dem schnuckeligen Waldsportplatz im belgischen Lanaken bei sehr guten äußeren Bedingungen mit 3.997 Punkten im Wurf-Fünfkampf der M60 um lausige drei Zähler den begehrten „Viertausender“. Wenn’s denn ein Trost war: Der 61-jährige Westfale gewann die bei unseren Nachbarn übliche klassenübergreifende All-Star-Wertung und blieb in diesem Vielseitigkeitswettbewerb der Werfer 102 Punkte über seinem mit Bronze dekorierten Resultat von Málaga.

Abschließende Gewichtwurf erwies sich im O-Ton als "Griff ins Klo"

Der amtierende deutsche Meister im Diskuswurf der M60 lag bis zum abschließenden Gewichtwurf (bei der WM 15,63m) klar auf 4.000-Punkte-Kurs. Die 15,20m vom Einwerfen hätten locker dazu gereicht. Doch es sollte bei den 14,89m vom Sicherheitswurf aus dem ersten Versuch bleiben. Letztlich fünf Zentimeter zu wenig, um die „Schallmauer“ zu durchbrechen. Nachvollziehbar, dass er sauer auf sich selber war und es als den vielzitierten „Griff ins Klo" bezeichnete. Das ist freilich jammern auf ziemlich hohem Niveau. Seine vier Einzelleistungen zuvor in der klassischen Reihenfolge: Hammer 39,53m, Kugel 13,19m, Diskus 45,21m, Speer 46,13m.

Ein deutsches Quintett in Flandern am Start

Außer Horstmann waren mit Det Beckers von der Aachener TG, Martin Baranzke (beide M50) vom Team Voreifel, Friedhelm Dreckmeier (M55) von TuS Eintracht Minden und Waldemar Wörner (M70) vom TuS Sohren vier weitere Deutsche am Start. Nicht zuletzt Ausdruck dessen, dass wir in unserem Fenster Veranstaltungen auf dieses alljährlich zum Saisonkehraus stattfindende „Werp-Festival“ in Flandern hingewiesen haben. Schön zu sehen, dass unser Engagement auch auf diesem Gebiet hilfreich ist und Anklang findet. Bekanntlich macht Klein-Vieh auch Mist. Selbstverständlich nicht auf die fünf Werfer bezogen, sondern rein sinnbildlich zu verstehen.
Alle Resultate unter diesem Link.

Hallen-WM 2019 hat bereits die Tore zum Anmeldeverfahren geöffnet

(Torun/Krefeld, 14. Oktober 2018) Bekanntlich fängt der frühe Vogel den Wurm. Beliebig übertragbar ist dieses geflügelte Wort aus Volkes Mund indes nicht. Mitunter kann es durchaus geboten sein, etwas länger zu warten. Denn wer will heute schon allen Ernstes einschätzen können, von Wissen ganz zu schweigen, ob er im März 2019 für die Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf der Ü35-Generation im polnischen Toruń (deutsch Thorn) gesund und fit ist? Bereits ein vergleichsweise simpler Erkältungsinfekt zur absoluten Unzeit während der heißen Phase der Vorbereitung kann einen gehörigen Strich durch die schöne Rechnung machen und etwaige Medaillenträume wie eine Seifenblase zerplatzen lassen. Deshalb scheint es – die üblicherweise vielen Sporttouristen einmal ausgeklammert – klüger zu sein, den Meldeschluss 29.Januar 2019 weitestgehend auszureizen. Aber wie bei allen Dingen im Leben, ist dem mehr oder weniger ausgeprägten Tatendrang der Individuen keine Grenze gesetzt.

Ein Affront: Keine deutschsprachige Version der Veranstalternetzseite

Aber damit wir hier nicht über den Bart des Kaisers fabulieren, haben wir uns mal auf der Veranstalternetzseite unter www.wmaci2019.com ein wenig umgesehen. Dabei sticht als Erstes höchst unangenehm ins Auge, dass die Organisatoren offenbar nicht mit deutschen Teilnehmern/innen (614 Gemeldete waren es jüngst bei der Stadion-WM in Málaga) rechnen. In der Kopfleiste wird ein Fenster Sprache auswählen angeboten. Deutsch befindet sich in der insgesamt zehn ausländische Nationen umfassenden Palette nicht darunter. Selbst wenn viele unserer Multi-Kultis natürlich fließend vor- und rückwärts in Wort wie Schrift koreanisch, russisch, ukrainisch oder schwedisch können, ist das, noch nett formuliert, kein feiner Zug. Es kann sogar als Affront und überspitzt betrachtet späte Repressalie für so manches von unseren Vorfahren den Gastgebern angetanes Ungemach gewertet werden. Ein guter Grund, dort nicht zu starten! Es wird freilich ein frommer Wunsch bleiben, die Germanen werden zu Hunderten in die an der Weichsel gelegene pommersche 202.000-Einwohner-Stadt pilgern, die 2015 schon Schauplatz der Senioren-Hallen-Europameisterschaften war.
Aber im Zweifel hilft sicherlich die überwiegend in Rehlingen-Siersburg lebende Margit Jungmann als höchste Repräsentantin des Senioren-Weltverbandes WMA ihren weniger sprachbegabten Landsleuten weiter. Dazu hier der Pfad zu ihrer präsidialen E-Mail-Adresse.

Insbesondere im digitalen Zeitalter gilt mehr als je zuvor: Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen...

Glosse

Neben der Spur

(Übach-Palenberg/Krefeld, 12. Oktober 2018)
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Wer kennt ihn nicht und hätte ihn nicht in Kindertagen auf sich bezogen schon einmal gehört, diesen Anfang eines Sprichwortes unbekannter Herkunft?! Nur mit der Umsetzung hapert es bisweilen, selbst wenn man ihn schon seinen eigenen Sprösslingen vorhält. Das wissen wir zwar im konkreten Falle nicht, ob es sich um einen Vater oder eine Mutter handelt. Allerdings kommt der zuständige „Webmaster“ des SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg bei  Aachen mit der Online-Ergebnisliste vom Abschlusswerfertag am 29.September, wenngleich dieses Jahres, nicht aus dem Knick. Das ist immerhin schon sehr bald zwei Wochen her.
Was wir indes genau wissen, dass die Veranstaltung stattgefunden hat. Denn relativ zeitnah, wie es sich für ein digitales Medium gehört und auch für die Ergebnis-Übermittlung angemessen wäre, haben wir aufgrund eigener telefonischer Recherche berichtet, dass der Klub-Gründervater Peter Speckens (*1935), der längst alle administrativen Aufgaben in andere Hände übergeben hat und dafür keine Verantwortung trägt, mit seinem Resultat im Hammerwurf der M80 zum Saisonausklang sehr zufrieden war. Das würde der Gentleman in kurzen Hosen hier und heute sicherlich nicht zur „Entdeckung der Langsamkeit“ seines einstigen sportlichen Ziehkindes konstatieren.
Unsererseits nehmen wir mit „Kleinhirn an Großhirn: Ärgern!“ eine Anleihe bei Otto Waalkes und vergeben  die höchste virtuelle „Auszeichnung“, den Mann im Mond mit Schlafmütze. Im Übrigen kann sich so manch anderer Verein und Verband diese glossierende Geschichte mahnend an den Spiegel stecken.

Zweierlei Maß: Ü30-Generation bei DLV-Bestenlisten weiterhin außen vor

(Darmstadt/Krefeld, 13. Oktober 2018) Es war einmal… So fangen alle Märchen an. Ein Märchen ist Anfang dieses Jahres offenbar auch den Senioren/innen aufgetischt worden. Wenn mich mein Gedächtnis auf meiner überfrachteten angewachsenen Festplatte nicht komplett im Stich lässt, sollte dank „revolutionärer“ Software mit dem dlv-list genannten neuen Modul jenes wegen vieler Unzulänglichkeiten nicht unumstrittenen Anbieters aus Bad Vöslau in Österreich auch für die Talente von gestern und vorgestern auf der Verbandsnetzseite eine unterjährige Saisonbestenliste erscheinen. Aber glücklicherweise gibt es auch ein Archiv, in dem sich das nachlesen lässt (siehe Verlinkung). Doch das Wettkampfjahr 2018 unter freiem Himmel ist so gut wie passé – und nix von alle dem. Bedacht werden die Männer/Frauen sowie die Jugend U20 und 18. Die Ü30-Generation erfährt abermals eine negative Sonderbehandlung, schaut einmal mehr wie die „Mannesmänner“ in Duisburg-Huckingen durch die Röhre ins Nirwana. Lediglich eine Hallen-Bestenliste von 2017/18 ist (bislang?) präsentiert worden.

Ein Fall für alle und die Senioren-Athletensprecher

Und was passiert demnächst mit der Jahresbestenliste 2018? Muss die etwa elendig lange hinter der Musik hinterher laufend wieder im März des Folgejahres aus heutiger Sicht in antiquarischer Buchform gegen bare Münze von rund 18 Euro beim Senioren-Statistiker erworben werden, weil der DLV ihm ein Zubrot für seine ehrenamtliche (!) Tätigkeit zukommen lassen will? Als wäre er nicht durch die Reisen auf Verbandskosten (damit von allen Mitgliedern) in überbordenden Begleittrossen zu den diversen Meisterschaften bis hin zu Welttitelkämpfen aufwärts, wie zuletzt im spanischen Málaga, reichlich entschädigt worden? Die deutschen Teilnehmer drücken dafür obendrein noch einmal eine zusätzliche Gebühr von 15 Euro ab.  
Einmal davon abgesehen, dass diese gesamte Prozedere mit den Bestenlisten gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt – wie brav sind die Senioren/innen als mit annähernd 50 Prozent bei Weitem stärkste Fraktion im Verband eigentlich, dass sie jede Kröte schlucken? Die Antwort darauf ist nicht allzu schwer. Leider muckt außer LAMPIS keiner auf. Vielleicht lesen diesen Beitrag ja die gewählten Senioren-Athletensprecher Lidia Zentner (Pforzheim) und Heiko Wendorf (Eisenach) als Denkanstoß. Sicherheitshalber werden wir ihn lancieren.

DM-Termine 2019: Die Karawane zieht weit überwiegend ostwärts

(Saarlouis/Darmstadt/Krefeld, 11. Oktober 2018) Mehr so beiläufig hat der geneigte Leser in der Senioren-Spielecke der Verbandsnetzseite im Beitrag von der Herbsttagung des Bundesausschuss‘ Senioren erfahren, dass bis auf das Bahn-Gehen alle Deutsche Meisterschaften der Ü35-Generation für 2019 einen Ausrichter gefunden haben. Das wird die potenziellen Normen-Erfüller unter den Talenten von gestern und vorgestern fraglos ungemein freuen. Aber was wo wann und wo es zu finden oder suchen ist, darauf gab es keine weiteren Hinweise, geschweige denn Verlinkungen.

Ein Armutszeugnis für Nord, Süd und West

Und so haben wir unserem vielgepriesenen Service entsprechend mal die einschlägigen Fundstellen durchforstet. Die erste Feststellung: Die Karawane der Aktiven zieht wieder einmal weit überwiegend ostwärts. Womit absolut nichts gegen die Schauplätze und örtlichen Gastgeber in den längst nicht mehr neuen Bundesländern gesagt sein soll. Aber daraus resultiert im Umkehrschluss, dass es ein ziemliches Armutszeugnis für alle anderen in Nord, Süd und West darstellt. Offensichtlich hat sich noch nicht bis überall hin herumgesprochen, dass eine vernünftig organisierte DM neben der Reputation und Werbewirksamkeit ein durchaus einträgliches Geschäft sein kann und so manchen Euro in die womöglich latente klamme Vereinskasse spült. Bei Interesse mal bei Nordrhein-Seniorenwartin und einstigen DLV-Leiterin Wettkampf-Organisation Senioren Gisela Stecher aus Grevenbroich nachfragen.

Nationale Meisterschaftstermine 2019:
01. – 03. März               Hallen-DM mit Winterwurf                                 Halle an der Saale
15. Juni                         Mehrkampf-DM                                                  Zella-Mehlis
12. – 14. Juli                 Stadion-DM                                                        Leinefelde-Worbis
10. – 11. August            DM Wurf-Fünfkampf und Langstaffeln              Zella-Mehlis
28. September              Finale der Team-DM (DAMM)                            Baunatal *)

*) Die endgültige Entscheidung ist noch vakant, da sich nach unserer Kenntnis hierfür auch die
LG Stadtwerke München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Leichtathletik-Verband (BLV) beworben hat.

International:
24. – 30. März              Hallen-Weltmeisterschaften                               Torun (Polen)
23. – 25. Mai                Berglauf-Europameisterschaften                        Janské Lázné (Tschechien)
26. Juli – 04. August     European Masters Games                                 Turin (Italien)
05. – 15. September     Stadion-Europameisterschaften                         Venedig (Italien)