Senioren-DM 2017: 999 Aktive aus 556 Klubs mit 2.058 Starts

(Zittau/Darmstadt/Krefeld 24. Juni 2017) Knapp daneben ist auch vorbei. Mit dem kleinstmöglichen Nenner wurde die gemeinhin kein Hindernis darstellende 1.000er-Marke verfehlt. 999 Aktive aus 556 Vereinen haben zu 2.058 Starts ihre Meldungen zu den Deutschen Senioren-Meisterschaften ab M/35 vom 30.Juni bis 02.Juli 2017 im Weinauparkstadion im ostsächsischen Zittau abgegeben. Dies haben wir auf Nachfrage vorab von der zuvorkommenden Geschäftsstellenmitarbeiterin Sabine Rogge vom gastgebenden Leichtathletik-Verband Sachsen erfahren. Entgegen den jeweiligen Regionalverbänden lässt sich der veranstaltende Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt auf seiner Netzseite noch Zeit mit der Veröffentlichung der bundesweit Gemeldeten nach Klassen und Disziplinen. Leider auch allzu oft mit der Ergebnisermittlung der sträflich von ihm vernachlässigten mitgliederstärksten Fraktion im eigenen Hause. Derweil ansonsten der Live-Ticker längst Standard ist, gab es vor zwei Jahren bei der Senioren-DM 2015 an gleicher Stelle bei dieser Drei-Tages-Veranstaltung eine Zeitverzögerung von 24 Stunden und mehr, musste man schon Insider sein, um auf dem Portal des örtlichen Ausrichters HSG Turbine Zittau eher fündig zu werden. Der hat auch diesmal bereits im Vorfeld der Titelkämpfe einen feinen Internet-Auftritt mit vielen nützlichen Informationen hingelegt.
Noch ein Satz zu den Zahlen: Ohne hier als Großmeister der eintreffenden Vorhersage gefeiert werden zu wollen, liegt das Gesamtmeldeergebnis gleichwohl im von uns prognostizierten Rahmen unseres Beitrages vom 22.Juni mit jenen 1.050 von 2015 als Richtschnur. Später noch ein bisschen mehr, wie sich das so in den einzelnen Klassen und Disziplinen darstellt.

Beitrag zur "Konstanz-Medaille": Andy Dittmar stieß gestern 18,21m

(Eisenach/Krefeld 23. Juni 2017) Wie gut, dass er selber Ideen liefert, seine geradezu verblüffende Stabilität zu beschreiben, bei denen er die bisherigen Tagesbestweiten auf einem Bierdeckel abzulegen pflegt. Selbst halbwegs fantasiebegabte Chronisten, wozu ich mich bei aller gebotenen Bescheidenheit zählen darf (sagen Dritte von mir), drohen irgendwann die treffenden Be- und Umschreibungen auszugehen, honorarfreie Fotos ohnehin schon lange. Zitieren wir also Kugelstoß-Ass Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha: „Ich vermelde abermals einen Angriff auf die Konstanz-Medaille.“ Fürwahr! Der bald 43-jährige Dauerbrenner im verteufelt hohen Leistungs- und Weitenbereich stieß gestern Abend bei Gewitterwetter in Eisenach 18,21m, verfehlte seine Jahresbestleistung unter freiem Himmel lediglich um einen Zentimeter und hatte zudem noch eine 18,10m in seiner Serie. Die Wartburg hat beides schadlos überstanden.
Erst recht spät in der dritten Mai-Woche mit 18,06m in die Freiluftsaison gestartet, bestritt der Thüringer Vorzeige-Athlet bei den Männern (!) bei danach dichterer zeitlicher Abfolge nunmehr seinen sechsten Wettkampf. Den Rhythmus wird er zumindest vorerst beibehalten. Andy lässt es sich als eine der Galionsfiguren bei der Ü30-Generation nicht nehmen die Senioren-DM im ostsächsischen Zittau (30.06. – 02.Juli) zu bereichern und bei der M40 gewissermaßen ohne ernsthafte Konkurrenz in den Ring gehen. Wesentlich höher hängen die Trauben eine Woche später bei den Deutschen Meisterschaften der Männer/Frauen im für ihn sehr nahen Erfurt. Obwohl er als aktuell 13. der DLV-Bestenliste noch zur erweiterten deutschen Spitzenklasse gehört, muss schon alles zusammenpassen, das Finale der besten Acht zu erreichen.
Aber wie heißt es so schön, nicht nur bei König Fußball: Abgerechnet wird auf’m Platz. In dem konkreten Falle im Steigerwaldstadion.

Sommeranfang und die vielen unseligen (Un-)Toten auf facebook

(Krefeld 21. Juni 2017) Für all jene, die nicht so ganz genau in den Kalender schauen und es auch nicht auf ihren angewachsenen Festplatte gespeichert haben: Heute ist Sommeranfang. Er kündigte sich schon seit Tagen mit entsprechenden hochsommerlichen Temperaturen an. Kein Wetter für Werfer, die gemeinhin ein paar Kilo mehr auf den Rippen haben. Aber darauf bezieht sich der folgende vieldeutige Spruch „Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen!“ nicht. Mein später mit seinem Audi R8 mit hoher Geschwindigkeit auf der A44 tödlich verunglückter ehemaliger Klubkamerad Heinz Arno Küppers (1954 – 2013) überredete mich vor Jahren einen „Account“ auf facebook zu eröffnen. Machte ich – wiewohl freiwillig – letztendlich widerwillig. Schließlich wollte auch ich als fortgeschrittenes und immer noch fortschrittliches Modell mit der Zeit gehen.
Schön, wenn sie das auch beim „Gesichtsbuch“ selber machen würden. Gerade heute erhielt ich von denen eine Mail, dass ich doch meinem an Sommeranfang 1929 geborenen facebook-Freund Gustav Schröder zum Wiegenfest gratulieren möge. Hätte ich auch liebend gerne „beim Mann mit der Baskenmütze“ getan. Doch der ehedem bekannte und ausgesprochen beliebte freiberufliche Sportfotograf von Rhein-Ruhr-Foto mit dem Schwerpunkt Leichtathletik, den ich auch persönlich sehr gut gekannt habe, ist 83-jährig im Februar 2013 verstorben. Neben den vielen gesichtslosen außerirdischen Kohlköpfen, worunter sich nicht ausschließlich, aber teilweise Pseudonyme verbergen, um sich im Schutze so genannter sozialer Medien als feige Heckenschützen zu betätigen, befinden sich viele (Un-)Tote auf facebook. Aus der Leichtathletik fällt mir neben dem schon oben genannten früheren Dreispringer aus Süchteln spontan Diskuswerfer Lothar Pongratz (1952 – 2013) aus Paderborn ein. Mithin schon ein mir bekanntes Trio, das ausnahmslos bereits vor vier Jahren das Zeitliche segnete und denen ich auf Lampis Nachrufe gewidmet habe.
Wer löscht die eigentlich? Nicht in unserem Gedenken in Gedanken, sondern auf dieser Plattform für Mitteilsame. Können das Angehörige überhaupt, die womöglich das Passwort nicht kennen, oder es mitunter keine Hinterbliebenen mehr gibt? Jedenfalls höchst unausgegoren, das Ganze! Andererseits ein Hinweis, woran man in seinem Testament alles denken sollte.

Eine prima Alternative zur Senioren-DM sind die "Austrian Masters"

(Zittau/Aarhus/Wolfsberg/Krefeld 22. Juni 2017) Absolut nichts gegen das wunderschöne Sachsen mit dem Elb-Florenz Dresden als Landeshauptstadt, kulturelle und touristische Metropole. Da dürfen getrost der gastgebende Leichtathletik-Verband Sachsen und die örtlich zuständige HSG (= Hochschulsportgemeinschaft) Turbine Zittau in den Lobgesang als Ausrichter von Deutschen Senioren-Meisterschaften im schmucken Weinauparkstadion einbezogen werden. Die rund 29.000 Einwohner zählende Kreisstadt im Drei-Länder-Eck Deutschland – Polen – Tschechien wird nach 2004 und 2015 vom 30.Juni bis 02.Juli 2017 zum dritten Mal die Titelkämpfe der "ewigen Talente" beherbergen. Dazu noch die Senioren-EM 2012 als Hauptstandort zusammen mit den genannten Nachbarländern.
Aber: Wo viel Licht ist, da gibt es zwangsläufig auch Schatten. Denn Zittau liegt nun einmal am östlichsten Zipfel der Republik und ist demzufolge für die vielen anderen Athleten/innen aus Nord, Süd und West teilweise verdammt weit vom Schuss. Etwa 700 Straßen-Kilometer sind da keine Seltenheit. Das pflegt die Meldezahlen zu drücken. Obwohl die in ihrer Gesamtheit noch nicht veröffentlicht sind, darf die nicht allzu kühne Prognose gewagt werden,dass der Vorjahreswert (1.298 Gemeldete) im thüringenschen Leinefelde-Worbis weit unterschritten wird. Konkret 1.050 Startwillige waren es 2.015. Das sollte die Richtschnur sein.

Normenfreie Zone lockt 795 startwillige Germanen

Erschwerend für die eigene Resonanz kommen diesmal die Senioren-Europameisterschaften vom 27.Juli bis 06.August 2016 im gut erreichbaren und touristisch ebenfalls sehr reizvollen Aarhus in Dänemark hinzu. Lässt sich prima mit Urlaub verquicken. Zumal derlei internationale Meisterschaften eine normenfreie Zone darstellen. Das lockt auch immer jede Menge „Sporttouris“ aus aller Herren Länder einschließlich „Germany“ an. Gemäß einer Meldung von „Erdmännchen TV“ (Jörg Erdmann) in der Senioren-Spielecke auf der DLV-Netzseite haben 795 Germanen ihre mehr oder weniger noble Visitenkarte dazu abgegeben. Ein Großteil davon wird nicht allein wegen der geforderten Qualifikationsleistungen Zittau in seiner Saisonplanung aussparen.
Da es nunmehr nach Meldeschluss keine deutsche Interessen konterkarierende Schleichwerbung mehr ist, sei noch eine ausgesprochen passable Alternative genannt: Die international ausgeschriebenen „Austrian Masters“ am 01./02. Juli 2017 in Wolfsberg (Kärnten), nicht allzu weit vom Wörthersee entfernt. Unsere alpenländischen Nachbarn verstehen ihr Handwerk, wie ich mehrfach aus eigener Anschauung feststellen durfte. Zuletzt 2015 im weltberühmten Möslestadion in Götzis (Vorarlberg).

EMA-Präsident "trumpelt" auf dem Demokrativerständnis herum

(Aarhus/Krefeld 20. Juni 2017) Not macht erfinderisch. Dies beherzigt auch der schon seit geraumer Zeit mit dem Rücken zur Wand stehende Kurt Kaschke (*1955) aus Freudenstadt im Schwarzwald als höchst erfinderischer Präsident der European Masters Athletics (EMA), der kontinentalen Dachorganisation der Senioren-Leichtathletik. Auf der einen Seite erfindet er immer neue Kommissionen, um Verantwortung zu übertragen, um selbst nicht belangt werden zu können, andererseits sucht er krampfhaft nach Regeln und Vorschriften, die ihm helfen könnten, sein von ihm verursachtes Chaos zu vertuschen.
Jetzt ist er auf eine neue Idee gekommen und hat sich als letzten Strohhalm "Robert's Rules" auserwählt. Die sind aus welchen Gründen auch immer ein Teil der Satzung der übergeordneten, weltweit operierenden World Masters Athletics (WMA). Aber eben nicht bei der EMA. Es wird von vielen - im doppelten Wortsinne - Mitstreitern füglich bezweifelt, dass Kurt "Kuddel" Kaschke dieses Regelbuch in Gänze kennt, das gewaltige 800 Seiten beinhaltet. .
Er, der Reise- und Narzissten-König, hat diese Regel als Grundlage für die Generalversammlung (GV) mit Neuwahlen am 30.Juli 2017 während der 20.Senioren-EM in Aarhus (Dänemark) auserkoren, um jegliche Opposition zu verhindern. Bereits jetzt begann der 62-jährige „Trump für Arme“ sein unseliges Werk, indem er insgesamt vier der fünf Anträge für die GV (drei kamen aus Finnland, zwei aus der Tschechischen Republik) nach Gutsherrenart mit einem Federstrich eliminierte. Das ist gegen jedes Rechtsverständnis. Doch K.K. aus F. ficht das nicht an, ist das kein ernst zu nehmendes Hindernis.
In Aarhus wird der noch amtierende „Präses“ dann vermeintlich in der Lage sein einen Rundumschlag zu machen und alle mit den Robert-Regeln zum Schweigen zu bringen.
Robert's Rules = Kaschkes Regeln. Hoch lebe die DEMOKRATIE (erkenne sie, die Ironie).
Redaktionelle Anmerkung: Mit freundlicher Genehmigung von Lesley Richardson (EMA Friends auf facebook) haben wir diesen ursprünglich englischsprachigen Beitrag sehr frei übersetzt und, wie zu sehen, veröffentlicht.