Kugelstoßender BiG-Präses Andy Dittmar lädt zu "kleinem" Kräftemessen

(Gotha/Erfurt/Krefeld, 03. August 2020) Selbst ist der Mann! Das sagte sich auch die kugelstoßende Senioren-Ikone Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha in Thüringen. Ursprünglich wollte der 46-jährige Ausnahmekönner mit der obligatorischen 18 vor der Komma vorigen Freitagabend in Erfurt in seine späte Saison einsteigen und diese dann offizielle Leistung für die gestern zu Ende gegangene virtuelle Senioren-WM melden.
Doch der ursprünglich von DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf im Rahmen des Neustädter Kugel-Cups als Dreier-Serie konzipierte Wettbewerb wurde kurzerhand - nicht auf seine Intension - abgesetzt (wir berichteten). So tritt der neue BiG-Präsident und einstige Schlossherr auf Zeit des bis 2017 zwanzig Mal von ihm organisierten Spezial-Meetings auf historischem Boden wieder als Veranstalter auf. Allerdings nunmehr im Volksparkstadion der Stadt und auf kleiner, aber heißer Flamme.

200 Zuschauer können dem Mini-Spektakel beiwohnen

Das Thüringer Urgestein wird kommenden Mittwoch ab 17.30 Uhr ein Quintett zu einem so beschriebenen „kleinen“ Kräftemessen um sich versammeln. An der Spitze sein langjähriger guter Kumpel David Storl (*1990) vom SC DHfK Leipzig, der es als willkommenes Training unter Wettkampf-Bedingungen vor der DM am 08./09.August in Braunschweig mitnimmt. Diesmal allerdings vor theoretisch erlaubten bis zu 200 Zuschauern. Die rekrutiert der äußerst beliebte Dittmar allein aus seinem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis der AOK Plus. Erstmals wird sein jüngster Spross, der 13-jährige Lenny, der sich nicht weniger als eine Profikarriere im Basketball zum ehrgeizigen Ziel gesetzt hat, in den Ring gehen. Er trifft dabei im „Geschlechter-Duell Enkel gegen Oma“ mit der 3-Kilo-Kugel auf die von seinem Vater trainierte Carmen Hildebrandt (*1967/W50) vom Ohrdrufer LV.
Mehr zu dem Mini-Spektakel und Dittmar auf TLV-Sport.

Viele "Hirntote" kennen Corona offenbar nur als Kult-Biermarke

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Mexiko/Berlin/Braunschweig/Krefeld, 02. August 2020)
Es drängt sich der bis an Wahrscheinlichkeit grenzende heiße Verdacht auf, dass allzu viele „Hirntote“ Corona lediglich als Biermarke kennen. Kein Witz, mit der Biermarke. Es wird/wurde unter diesem spanischen Namen (übersetzt Krone) von der Grupo Modelo in Mexiko gebraut und war dort die meistverkaufte Gerstenkaltschale. Es erlangte auch internationales Ansehen und zählt(e) in 180 Ländern der Welt, fast auch schon eine Pandemie, zu den importierten Premium-Produkten dieser Art. Bis dann wegen des SARS-CoV-2-Erregers, kurz Corona genannt, der Markt einbrach, hat die Brauerei den Vertrieb des Kultbieres unter diesem Namen Anfang April (vorerst?) eingestellt.

Eine völlig falsch verstandene Freiheit

Aber all das und die wieder sprunghaft steigenden Infektionszahlen scherte die rund 20.000 Ignoranten gestern bei der Anti-Corona-Demonstration „Tag der Freiheit“ wider die Maskenpflicht und Abstandsregeln einen feuchten Kehricht. Dicht gedrängt und zumeist maskenlos pöbelte der Mob, darunter viele Rechtsradikale und Neo-Nazis, in unser aller Bundeshauptstadt Berlin munter drauflos, bis dann die Versammlung von der Polizei aufgelöst und dem Veranstaltungsleiter auf der Bühne buchstäblich der elektrische Saft für das Mikrofon abgedreht wurde.

Aufgrund Unverantwortlicher drohen neue restriktive Maßnahmen

Solange es solche Szenarien im Großen, aber leider auch im Kleinen gibt, können wir uns alle miteinander eine Eindämmung des Coronavirus‘ getrost abschminken und schon einmal auf neuerliche restriktive Maßnahmen einstellen. Mit Vernunft und Eigenverantwortlichkeit ist einem Teil der Masse Mensch offenbar nicht beizukommen. Diese Minderheit hat immer noch nicht begriffen, dass sie sich den Ast absägt, auf dem sie selber sitzt. Aber was noch viel perfider ist: Dass sie unschuldige Dritte den Gefahren einer Infektion bis hin zu einer COVID-19-Erkrankung aussetzt, die schlimmstenfalls tödlich endet. Daraus ließe sich ganz pauschal betrachtet auch versuchter oder bisweilen vollendeter Totschlag konstruieren. Die Täter der Infizierung wird man jedoch bedauerlicherweise nicht identifizieren können. Was hinzu kommt, dass sie uns bei wie langer eigener Restlaufzeit auch immer zudem eine schnellere Wiedererlangung der vollständigen Lebensqualität stehlen. Noch ein Delikt!

Mitunter kann einen die blanke, ohnmächtige Wut ergreifen

Das musste einfach mal raus, wenngleich es mit Senioren-Leichtathletik herzlich wenig zu tun hat. Aber schlussendlich geht es uns alle an, beim Appell an die verschüttete (oder nie vorhanden gewesene) Vernunft und Verantwortung der unvernünftigen, unverantwortlichen Mitbürger nicht müde zu werden. Denn wandelnde Vollpfosten laufen nicht nur bei Demos herum. Sie sind allgegenwärtig. Bekenne freimütig, dass mich diesbezüglich mitunter eine blanke, ohnmächtige Wut ergreift. Das geht vielen Gleichgesinnten so, wie ich als meinungsfreudiger Zeitgenosse fortgeschrittenen Alters der doppelten Risikogruppe aus zahlreichen Gesprächen mit Verwandten, Bekannten, Freunden und Sportkameraden zu berichten weiß.  
Ungeachtet dessen einen schönen Sonntag sowie eine angenehme, ereignisreiche und kurzweilige 32.Kalenderwoche bis zum von Phrasendrescher Cheik-Idriss Gonschinska vom DLV so gepriesenen „Leichtturmprojekt“ bei den Deutschen Meisterschaften der Männer/Frauen am kommenden Samstag/Sonntag in Braunschweig. Wer mag, kann bei diesem geisterhaften, da zuschauerfreien Ereignis (sie nennen es natürlich Event) zumindest stundenweise via Pantoffelkino dabei sein.

Fehlerhafte Statistik weist 52-jährigen Maryniak in DM-Rangliste aus

(Darmstadt/Braunschweig/Passau/Krefeld, 31. Juli 2020) Hoch lebe die Statistik! Oder traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Konkret: Wer etwas von der Materie kennt, der wird sich angesichts der zunächst einmal zehn Qualifizierten (sie nennen es beim DLV natürlich im Denglisch-Misch-Masch „Qualifikations-Ranking") für den Diskuswurf der Männer bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig am 08./09.August 2020 höchst verwundert die Augen reiben. Da taucht in illustrer Gesellschaft von sechs 60-m-Werfern Helmut Maryniak (*1968) vom LAC Passau mit 53,62m als Zehntplatzierter auf (siehe Verlinkung Seite 35). Der Mann ist bei genauerem Hinsehen 52 Jahre alt. Eine solche Weite hat seit den Zeiten des einstigen Weltklasse-Diskuswerfers Alwin Wagner (*11.08.1950) aus Melsungen, der sehr bald Siebzig wird, kein 52-Jähriger mehr in hier zu Lande geworfen. Nicht zu vergessen, dass der fünfmalige nationale Titelträger und Olympiasechste von 1984 in Los Angeles mit einer Lebensbestleistung von 67,80m zudem in allen Belangen viel höhere Ausgangswerte vorzuweisen hat.

Leistung wurde mit der altersgerechten 1,5-Kilo-Scheibe erzielt

All‘ das lässt die Weite von Maryniak mit dem 2-Kilo-Diskus höchst suspekt erscheinen, hätten bei der Wettkampforganisation in Darmstadt eigentlich irgendwelche Kontrollmechanismen einsetzen müssen. Vielmehr wurde er sogar aufgefordert seine Teilnahme gegebenenfalls zu bestätigen. Erzielt hat der Niederbayer die Leistung indes tatsächlich. Allerdings mit der altersgerechten 1,5-Kilo-Scheibe der M50 bei den Landesoffenen Volksfestwettkämpfen am 15.August 2019 in Dachau. Die Ergebnisliste der Männer weist ihn am Fuß außer Wertung ohne den Zusatz auf seine Altersklasse und das Wurfgewicht aus. Und so nahm die Geschichte bis zu den genannten Auswirkungen ihren ungebremsten Verlauf.
Soweit hätte es eigentlich nicht kommen dürfen, könnte auch mit einem Schmunzeln abgetan werden, ist aber irgendwie symptomatisch und typisch für diesen Dachverband mit seinem „Käfig voller Narren“.

Masters Europa: Ein Festival für wettkampfaffine Ü35-Generation

(Lovosize/Krefeld, 01. August 2020) Es gibt ja leider für Senioren/innen in Zeiten wie diesen von Corona und dem ganzen Rattenschwanz dahinter keine nationalen Meisterschaften, für die wir in unserem missionarischen Eifer die Werbetrommel rühren könnten. Einmal abgesehen von dem „Notopfer“ Mehrkampf mit dem arg schrägen Anhängsel Gewichtwurf vom 21. bis 23.Augst 2020 in Zella-Mehlis. Fremdeln wir also mit Wiederholungscharakter noch einmal für das reiselustige und wettkampfaffine deutsche Völkchen der Ü35-Generation.

Derzeit keine Auffälligkeiten hinsichtlich Corona

Bereits in einem ersten Aufguss haben wir am 27.Juni 2020 berichtet (siehe Link), dass in einer Drei-Tages-Veranstaltung vom 14. bis 16.August 2020 im tschechischen Lovosize (landsmannschaftlich Lovosice) die „Masters Europa“ mit einem gigantischen Programm stattfinden, wo praktisch keine Wünsche für Lauf, Sprung, Stoß/Wurf, Gehen bis Halbmarathon offen bleiben. Wen wundert’s, dass bislang Athleten/innen aus 25 Nationen gemeldet haben?! Zumal alle davon schwärmen, die bereits dort gestartet sind. Und die gute Nachricht von der hammerwerfenden Sekretärin des Mastersverbandes Tschechiens, Jana Čapková, dass es in Nordböhmen derzeit keinerlei Auffälligkeiten und Einschränkungen hinsichtlich der neuen Geißel der Menschheit geben würde. Natürlich sind auch da die im Interesse aller inzwischen (hoffentlich) verinnerlichten ganz normalen Hygiene-Maßnahmen wahrzunehmen.

Schauplatz näher als manch einer meint

Gefühlt zu weit weg, mag jetzt vielleicht manche/r schon seinen gedanklichen Haken an die Sache gemacht haben. Irrtum! Für sehr viele wird es näher sein als der Trip zur ausgefallenen Senioren-DM am 04./05.Juli 2020 in Zittau im Drei-Ländereck Deutschland – Polen – Tschechien, dem ziemlich östlichsten Zipfel unserer Republik. Für Sachsen eh lediglich ein besserer Katzensprung. Den Kilometervergleich stelle halt jede/r für sich an. Eine Massenbewegung wollen und werden wir wohl zudem nicht in Gang setzen. Das würde die Organisatoren auch überfordern. Doch den Hinweis ist/war es allemal wert, da obendrein touristisch ein Tip mit der lediglich 67km entfernten
Goldenen Stadt" Prag. Die hat sogar eine Jungmannovo Straße (siehe Foto). Allerdings wird dafür nicht WMA-Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen Patin gestanden haben. 
Mit den Verlinkungen geht es zur Veranstalter-Netzseite, Ausschreibung und Bildergalerie von 2018 (das Masters-Festival findet alle zwei Jahre statt). Sie gibt auch einen prima Eindruck von den vortrefflichen und weiträumigen Anlagen. Ein wahres Kleinod, das Leichtathletikstadion der 8.900-Seelen-Gemeinde am linken Ufer der Elbe.

Heute wird der Internationale Tag der Freundschaft begangen

(Krefeld und die weite Welt, 30. Juli 2020) Im besten Falle sind sie im Sandkasten, Kindergarten oder als Erstklässler in der Schule entstanden und halten ein liebes Leben lang: Freundschaften. Warum das jetzt? Ganz einfach! Denn heute ist der Internationale Tag der Freundschaft, wie die Überschrift schon verrät. Er wurde am 27.April 2011 auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York City proklamiert. Entstanden ist er allerdings bereits 1958 aufgrund einer Initiative in Paraguay.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, besagt ein geflügeltes Wort aus Volkes Mund. Stimmt sicherlich beiläufig auch. Aber wichtiger sind die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander, für den anderen in guten, aber mehr noch in womöglich schwierigeren Zeiten durch dick und dünn zu gehen, für ihn da zu sein. Freundschaften wollen gehegt und gepflegt werden wie ein zartes Pflänzchen, sonst gehen sie ein, verkümmern sie. Selten zuvor waren sie wohl wichtiger als in vermaledeiten Zeiten wie diesen der weltweiten Corona-Apokalypse.
Freilich kann es nicht schaden, an diesen Gedenktag zu erinnern und ihn vor allem mit Leben zu erfüllen. Sportlern muss das nicht großartig erklärt werden. Oftmals sind aus einstigen Kontrahenten, männlich wie weiblich, Freunde geworden. Selbst wenn man(n)/frau sich nicht gegenseitig die Bude einrennt, weil die Distanzen zwischen den Wohnorten schlicht zu groß sind. Kontakte lassen sich ja trotzdem dank moderner Kommunikationsmittel pflegen. Umso größer ist das Hallo und die Freude bei einem leibhaftigen Wiedersehen.